Broadcoms Quartalszahlen für das erste Fiskalquartal 2026 haben die Erwartungen klar übertroffen – und die Prognose für das laufende Quartal liegt noch deutlicher über dem Analystenkonsens. Der KI-Umsatz hat sich mehr als verdoppelt, und CEO Hock Tan gibt für 2027 ein Ziel von 100 Milliarden Dollar aus. Das sind keine kleinen Versprechen.
Rekordquartal mit starker KI-Dynamik
Der Gesamtumsatz im ersten Fiskalquartal stieg um 29 Prozent auf 19,31 Milliarden Dollar – ein neuer Rekord und leicht über den Analystenerwartungen von 19,18 Milliarden Dollar. Das bereinigte EBITDA kletterte um 30 Prozent auf 13,1 Milliarden Dollar, bei einer Marge von 68 Prozent.
Das eigentliche Wachstumszentrum ist der KI-Bereich. Der KI-Halbleiterumsatz legte um 106 Prozent auf 8,4 Milliarden Dollar zu – und übertraf damit sogar die eigene Prognose. Besonders stark: Custom-AI-ASICs, also maßgeschneiderte KI-Chips für einzelne Großkunden, wuchsen um 140 Prozent. Das KI-Netzwerkgeschäft legte um 60 Prozent zu, mit angekündigter weiterer Beschleunigung im zweiten Quartal.
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Prognose weit über Konsens – und ein neuer Großkunde
Für das zweite Fiskalquartal erwartet Tan einen Umsatz von rund 22 Milliarden Dollar – ein Plus von 47 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Analysten hatten zuvor mit 20,4 Milliarden Dollar gerechnet. Der KI-Umsatz soll auf 10,7 Milliarden Dollar steigen, was einem Zuwachs von 140 Prozent entspräche.
Für 2027 stellt Tan einen KI-Chip-Umsatz von 100 Milliarden Dollar in Aussicht. Hintergrund: Broadcom bestätigte OpenAI als sechsten großen Kunden für maßgeschneiderte Chips. Tan nannte zudem konkrete Kapazitätsziele für Google-Chips zugunsten des KI-Unternehmens Anthropic – über drei Gigawatt allein im Jahr 2027.
Morgan Stanley reagierte auf die Zahlen mit einer Anhebung des Kursziels von 462 auf 470 Dollar und bestätigte die Kaufempfehlung. Analysten des Hauses halten sogar rund 120 Milliarden Dollar KI-Umsatz im Fiskaljahr 2027 für realistisch.
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Kapitalrückflüsse und strukturelle Stärke
Im ersten Quartal flossen 10,9 Milliarden Dollar an die Aktionäre zurück – 3,1 Milliarden als Dividende, 7,8 Milliarden über Aktienrückkäufe. Zusätzlich genehmigte der Vorstand ein neues Rückkaufprogramm über 10 Milliarden Dollar bis Ende 2026. Die Quartalsdividende beträgt 0,65 Dollar je Aktie, zahlbar am 31. März 2026.
Neben dem Halbleitergeschäft sorgt die integrierte VMware-Softwaresparte für Stabilität. Das Softwaregeschäft dämpft die typischen Zyklen der Chipbranche – ein Grund, warum viele Analysten Broadcom mittlerweile eher als Technologie-Infrastrukturanbieter denn als klassischen Halbleiterhersteller einordnen.
Die Broadcom-Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten rund 70 Prozent zugelegt, liegt aber noch deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch. Die nächsten Quartalszahlen folgen am 4. Juni 2026 – dann wird sich zeigen, ob die ambitionierte Prognose für das zweite Quartal eingelöst wird.
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