Broadcom Aktie: Marktsituation unübersichtlich

Broadcom liefert weltweit ersten 2-Nanometer-KI-Chip aus, doch die Aktie stürzt um über 6 Prozent ab. Der Einbruch wird einer sektorweiten Verkaufswelle und Analystenbedenken zugeschrieben.

Broadcom Aktie
Kurz & knapp:
  • Erstauslieferung eines 2-Nanometer-KI-Chips weltweit
  • Aktienkurs fällt trotzdem um mehr als sechs Prozent
  • Neue 3.5D-Stapeltechnologie für höhere Effizienz
  • Quartalsbericht am 4. März steht im Fokus

Broadcom liefert als erster Chiphersteller weltweit einen 2-Nanometer-KI-Chip aus und kündigt den Verkauf von einer Million fortschrittlicher 3D-Chips bis 2027 an. Doch statt Euphorie bricht die Aktie um über 6 Prozent ein. Wie passt das zusammen?

Technologiesprung mit neuem Stapelverfahren

Das Unternehmen hat eine neue Architektur entwickelt, die zwei Chip-Komponenten Oberseite an Oberseite stapelt – ein Unterschied zur bisherigen Methode von AMD, bei der sie übereinander gelegt werden. Diese 3.5D XDSiP-Plattform ermöglicht höheren Datendurchsatz bei besserer Energieeffizienz.

Fujitsu ist der erste Partner, der das neue Design nutzt. Aktuell laufen Engineering-Samples, die Serienproduktion soll später in 2026 starten. TSMC fertigt die Chips im 2-Nanometer-Verfahren kombiniert mit 5-Nanometer-Technologie – Kunden können verschiedene Fertigungsknoten flexibel kombinieren.

Broadcom plant, in der zweiten Jahreshälfte 2026 zwei weitere Produkte mit der Stapeltechnologie auszuliefern. Für 2027 sind drei zusätzliche Designs in Planung. Die Ingenieure arbeiten bereits an Chips mit bis zu acht gestapelten Paaren, was Pakete mit 16 Siliziumschichten ermöglichen würde.

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Warum die Aktie dennoch fällt

Der Kursrutsch hat wenig mit Broadcoms eigener Leistung zu tun. Eine breite Verkaufswelle erfasste den gesamten Halbleitersektor, verstärkt durch Sorgen um die Nachhaltigkeit der KI-Rally. Hinzu kommen Bedenken vor dem Quartalsbericht am 4. März: Ein Analyst stufte die Aktie herunter und verwies auf steigende Speicherchip-Preise sowie stagnierende Umsätze außerhalb des KI-Geschäfts.

Das Paradoxe: Während KI-Chipverkäufe stark wachsen, drücken sie die Gesamtmarge, da sie niedrigere Bruttomargen aufweisen als andere Geschäftsbereiche.

Starke Zahlen im Rücken

Im Geschäftsjahr 2025, das im November endete, stiegen Broadcoms KI-Chip-Umsätze um 65 Prozent auf 20 Milliarden Dollar – das entspricht 31 Prozent des Gesamtumsatzes. Das vierte Quartal übertraf die Erwartungen mit Erlösen von 18,02 Milliarden Dollar.

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Das Unternehmen erhöhte seine Quartalsdividende um 10 Prozent auf 0,65 Dollar je Aktie – bereits die 15. jährliche Anhebung in Folge.

Entscheidender Quartalsbericht am 4. März

Analysten rechnen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 mit Umsätzen von rund 19,2 Milliarden Dollar, ein Plus von 29 Prozent zum Vorjahr. Die Bruttomargen dürften leicht auf 77 Prozent sinken, da der Hardware-Anteil steigt.

Beobachter achten besonders auf den Auftragsbestand von 73 Milliarden Dollar im KI-Bereich. Eine Erhöhung könnte Kurstreiber sein. Ebenso im Fokus: Software-Margen, die bereits bei hohen 78 Prozent liegen, und Updates zu Partnerschaften mit Hyperscalern.

Von 35 Analysten empfehlen 28 die Aktie zum Kauf. Institutionelle Investoren halten über 75 Prozent der Anteile, angeführt von Vanguard, BlackRock und State Street. Mit Schlusskurs Freitag bei 270,50 Euro notiert die Aktie rund 23 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 353,15 Euro.

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