Broadcom hat eine bemerkenswerte Woche hinter sich: Rekordquartalsergebnisse, die Markteinführung des schnellsten Ethernet-Switches der Welt und die Mitgründung eines neuen offenen Industriestandards für optische KI-Verbindungen. Das Unternehmen liefert damit auf mehreren Fronten gleichzeitig.
Rekordquartal mit klarer KI-Dynamik
Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte Broadcom einen Rekordumsatz von 19,3 Milliarden Dollar — ein Plus von 29 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders auffällig: Der KI-Halbleiterumsatz verdoppelte sich mehr als, von rund 4 Milliarden auf 8,4 Milliarden Dollar. Das bereinigte EBITDA erreichte 13,1 Milliarden Dollar, was einer Marge von 68 Prozent entspricht.
Für das zweite Quartal erwartet das Management einen Umsatz von rund 22 Milliarden Dollar — ein Wachstum von 47 Prozent im Jahresvergleich. Der KI-Halbleiterumsatz soll dabei auf 10,7 Milliarden Dollar steigen, was einem Zuwachs von 140 Prozent entspräche. CEO Hock Tan verwies zudem auf eine klare Sichtlinie zu mehr als 100 Milliarden Dollar KI-Siliziumumsatz im Jahr 2027.
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Parallel dazu weitete Broadcom sein Aktienrückkaufprogramm um weitere 10 Milliarden Dollar aus und schüttete im ersten Quartal insgesamt 10,9 Milliarden Dollar an Aktionäre aus.
Tomahawk 6 und der neue Industriestandard
Am 12. März nahm Broadcom seinen Tomahawk 6 in die Serienproduktion. Der Switch liefert 102,4 Terabit pro Sekunde — doppelt so viel wie die Vorgängergeneration — und ist damit der leistungsfähigste Ethernet-Switch für KI-Infrastrukturen auf dem Markt. Die Co-Packaged-Optics-Variante TH6-Davisson reduziert den Energieverbrauch optischer Verbindungen um 70 Prozent gegenüber herkömmlichen Lösungen.
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Ebenfalls am 12. März gründeten AMD, Broadcom, Meta, Microsoft, Nvidia und OpenAI gemeinsam die OCI MSA — eine Industrieinitiative für offene optische Verbindungsstandards in der KI-Infrastruktur. Ziel ist eine herstellerübergreifende Lieferkette, die flexible Kombinationen aus Prozessoren, Switches und optischen Komponenten ermöglicht.
OpenAI spielt dabei eine besondere Rolle: Hock Tan bestätigte auf dem Earnings Call Anfang März, dass OpenAI als sechster XPU-Kunde ab 2027 eigene KI-Chips in einem Volumen von über einem Gigawatt Rechenleistung einsetzen wird. Die strategische Zusammenarbeit läuft bereits seit 18 Monaten.
Vom 15. bis 19. März präsentiert Broadcom seine neuesten Technologien auf der Optical Fiber Communications Conference in Los Angeles — darunter den Tomahawk 6 mit Co-Packaged Optics sowie PCIe-Gen6-Switches und 400G-optische DSPs. Die Aktie notiert aktuell rund 20 Prozent unterhalb ihres Dezember-Hochs von 353 Euro, hat auf Jahressicht aber rund 59 Prozent zugelegt.
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