Broadcom zeigt gerade, wie stark der Markt auf KI-Hoffnungen reagiert. Die Aktie gab am Freitag zwar um 1,73 Prozent auf 366,30 Euro nach, liegt seit Jahresbeginn aber immer noch 23,48 Prozent im Plus und notiert nur knapp unter dem 52-Wochen-Hoch. Der Kurs bleibt damit auf einem Niveau, das viele Titel aus dem Halbleitersektor erst einmal verteidigen müssen.
Der eigentliche Treiber sitzt nicht im Tageshandel, sondern in den Erwartungen an das Geschäft mit kundenspezifischen KI-Chips. Mehrere Häuser haben ihre Kursziele in den vergangenen Tagen angehoben, weil die Nachfrage nach Broadcoms Spezialsilizium deutlich stärker läuft als zunächst gedacht.
Analysten drehen weiter nach oben
TD Cowen erhöhte das Kursziel auf 500 Dollar nach zuvor 405 Dollar und ließ die Einstufung bei „Buy“. Analyst Joshua Buchalter rechnet für das Juli-Quartal mit einem Wachstum von rund 30 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Als Treiber nennt er die Nachfrage nach TPUs und nach schneller Netzwerktechnik.
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Wells Fargo zog nach und hob das Kursziel auf 545 Dollar an. Dort heißt es, die Nachfrage nach Broadcoms KI-nahen Chips liege 30 bis 40 Prozent über den ursprünglichen Erwartungen. Auch Baird und Citigroup bleiben konstruktiv; bei Citigroup reicht das Kursziel bis 630 Dollar.
KI-Geschäft wächst rasant
Broadcom spielt bei den großen Infrastruktur-Bauern eine zentrale Rolle. Zu den Abnehmern zählen Hyperscaler wie Google, Meta und OpenAI. Das Unternehmen will bis 2027 mehr als 100 Milliarden Dollar Umsatz mit KI-Halbleitern erreichen.
Dafür spricht auch der Auftragsbestand. Er liegt bei rund 73 Milliarden Dollar. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 meldete Broadcom bereits 8,4 Milliarden Dollar KI-Halbleiterumsatz, nach einem Plus von 106 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für das zweite Quartal peilt der Konzern 10,7 Milliarden Dollar an.
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Starke Bewertung, hohe Erwartungen
Mit einer Marktkapitalisierung von rund 2,01 Billionen Dollar gehört Broadcom inzwischen zur absoluten Spitzengruppe an der Börse. Der Aktienkurs liegt auch klar über dem 50-Tage-Durchschnitt von 314,82 Euro und rund 23 Prozent über der 200-Tage-Linie. Der RSI von 57,7 signalisiert kein extremes Überkauft-Niveau, während die annualisierte 30-Tage-Volatilität bei 37,17 Prozent zeigt, dass die Aktie weiter kräftig schwankt.
Parallel dazu bleibt Broadcom ein verlässlicher Dividendenzahler. Das Unternehmen hat die Ausschüttung seit 15 Jahren in Folge angehoben. Das stützt die Aktie zusätzlich, auch wenn der zentrale Bewertungshebel derzeit klar das KI-Geschäft ist.
Am frühen Juni-Terminkalender dürfte der nächste Bericht wichtig werden. Dann zeigt sich, ob die aktuelle Nachfrage wirklich in der angekündigten Größenordnung ankommt. Der Markt hat die Messlatte bereits hoch gelegt.
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