Broadcom liefert den ersten 2nm-Chip auf seiner neuartigen 3.5D-Plattform aus – ein technologischer Durchbruch, der nur wenige Tage vor den mit Spannung erwarteten Quartalszahlen kommt. Während die Halbleiter-Branche insgesamt schwächelt, stellt sich die Frage: Kann die technische Innovation die Marktstimmung drehen?
Premiere: 2nm-Chip mit dreidimensionaler Architektur
Der Halbleiter-Konzern hat begonnen, den nach eigenen Angaben weltweit ersten maßgefertigten 2nm-Rechenprocessor auszuliefern, der auf der hauseigenen 3.5D-XDSiP-Plattform basiert. Die Technologie kombiniert 2.5D- und 3D-Chipdesign durch sogenannte Face-to-Face-Integration – Chips werden dabei direkt übereinander gestapelt statt nur nebeneinander platziert.
Erster Kunde ist der japanische Technologiekonzern Fujitsu, der die Chips für seine FUJITSU-MONAKA-Prozessorinitiative einsetzt. Ab 2027 sollen damit Arm-basierte Hochleistungsrechner betrieben werden, darunter FugakuNEXT, die nächste Generation von Fujitsus Supercomputer.
Der entscheidende Vorteil: Rechenleistung, Speicher und Netzwerk-Schnittstellen lassen sich unabhängig voneinander skalieren – eine zentrale Voraussetzung für die gigantischen KI-Rechenzentren, die derzeit entstehen. Herkömmliche 2.5D-Technologie war auf maximal 2.500 Quadratmillimeter Silizium und acht Hochleistungsspeicher pro Paket begrenzt.
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Serienproduktion ab Jahreshälfte
Nach Fujitsu folgen weitere Kunden: Ab der zweiten Jahreshälfte 2026 sollen XPUs auf XDSiP-Basis an einen breiteren Kundenstamm ausgeliefert werden. Zwei weitere stapelbasierte Produkte sind für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant, drei weitere Designs für 2027.
Broadcom beliefert bereits Tech-Riesen wie OpenAI, Anthropic und TikTok-Mutter ByteDance mit maßgefertigten KI-Chips. Anthropic allein hat zuletzt eine Zusatzbestellung über 11 Milliarden Dollar für Ende 2026 platziert – zusätzlich zu einem 10-Milliarden-Dollar-Auftrag aus dem dritten Quartal. Auch alle sieben Generationen von Googles Tensor Processing Units (TPUs) entstanden in Zusammenarbeit mit Broadcom.
Quartalszahlen am 4. März im Fokus
Am Mittwoch nach Börsenschluss legt das Unternehmen seine Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 vor. Analysten erwarten einen Umsatz von 19,1 Milliarden Dollar – ein Plus von 28 Prozent zum Vorjahr. Beim bereinigten Gewinn je Aktie rechnet der Konsens mit 2,03 Dollar, was einem Wachstum von rund 26 Prozent entspricht.
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Besonders im Blick steht die KI-Sparte: Im Vorquartal stiegen die Halbleiter-Erlöse im KI-Bereich um 74 Prozent auf 6,5 Milliarden Dollar. Für das Gesamtjahr erreichte die Sparte 20 Milliarden Dollar – mehr als die Hälfte des gesamten Halbleiterumsatzes. Der KI-Auftragsbestand liegt mittlerweile bei 73 Milliarden Dollar, die über die nächsten 18 Monate abgearbeitet werden sollen.
Ein Unsicherheitsfaktor bleibt die Bruttomarge: Broadcom signalisierte zuletzt einen Rückgang um etwa 100 Basispunkte im ersten Quartal, bedingt durch einen höheren Anteil von KI-Geschäft mit geringeren Margen. Mit knapp 78 Prozent im Vorquartal lag die Marge allerdings auf einem der höchsten Niveaus unter allen US-Chip-Konzernen.
Die Aktie hat nach einer Rally von 199 Prozent seit dem April-Tief über 20 Prozent von ihrem Dezember-Hoch eingebüßt. Der Halbleiter-Index SOX verlor am Tag der Chip-Ankündigung 3,2 Prozent.
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