Broadcom Aktie: Wells Fargo setzt auf KI-Milliarden

Wells Fargo erhöht Kursziel für Broadcom und prognostiziert starkes Umsatzwachstum im KI-Geschäft, während Star-Investorin Cathie Wood ihre Position aufstockt.

Broadcom Aktie
Kurz & knapp:
  • Wells Fargo hebt Kursziel auf 430 US-Dollar an
  • KI-Umsatz soll 2026 auf 52,6 Milliarden steigen
  • Cathie Wood kauft Broadcom für 50,7 Millionen Dollar
  • Umsatz 2025 wuchs um 24 Prozent

Die Aktie des Chip-Giganten steht bei rund 299 Euro – und Wells Fargo zeigt sich plötzlich deutlich optimistischer. Am Donnerstag hob die US-Investmentbank das Kursziel von 410 auf 430 US-Dollar an und stufte das Papier von „Equal-weight“ auf „Overweight“ hoch. Die Begründung: Der jüngste Rücksetzer bietet eine Chance, denn bis 2027 könnten gleich mehrere Katalysatoren greifen.

Besonders bemerkenswert sind die neuen Umsatzprognosen. Wells Fargo erwartet für 2026 nun Erlöse von 100,3 Milliarden US-Dollar statt zuvor 97 Milliarden – für 2027 sogar 143,8 statt 130,5 Milliarden. Der Clou: Das KI-Halbleitergeschäft soll 2026 bereits 52,6 Milliarden Dollar einbringen, ein Plus von 116 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ein Jahr später könnten es schon 93,4 Milliarden sein.

Cathie Wood dreht ihr Portfolio um

Doch nicht alle teilen die Euphorie ohne Vorbehalt. Während Wells Fargo aufstockt, machte Star-Investorin Cathie Wood am 14. Januar 2026 eine bemerkenswerte Umschichtung: Ihr ARK ETF kaufte Broadcom-Aktien im Wert von rund 50,7 Millionen Dollar – zeitgleich trennte sie sich von Tesla-Papieren für 38,5 Millionen. Die Botschaft: Selbst überzeugte Tech-Bullen setzen nun stärker auf Broadcom als auf Elon Musks E-Auto-Konzern.

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Die Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 stützen das Vertrauen. Der Umsatz kletterte um 24 Prozent, das KI-Halbleitergeschäft allein legte um 65 Prozent auf 20 Milliarden Dollar zu. Dazu kommt ein Software-Auftragsbestand von 73 Milliarden – Wells Fargo rechnet hier für 2026 mit zweistelligem Wachstum.

Risiken bleiben im Spiel

Trotz der optimistischen Prognosen bleibt die Aktie volatil. Geopolitische Spannungen, Insiderverkäufe und Zweifel an der kurzfristigen KI-Dynamik haben zuletzt Druck erzeugt. Auch RBC Capital zeigte sich bei einem Coverage-Start skeptischer und vergab nur ein „Sector Perform“-Rating. Die Debatte: Können die Wachstumserwartungen mit Partnern wie Anthropic und OpenAI tatsächlich erfüllt werden?

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Bernstein hingegen bleibt bei „Outperform“ – trotz steigendem Wettbewerb im KI-Chip-Markt. Die Marktposition sei stark genug, um sich durchzusetzen. S&P und Fitch bewerteten eine geplante Anleihe über 4,5 Milliarden Dollar mit soliden Ratings, was auf Vertrauen in die Finanzstruktur hindeutet.

Für Anleger bleibt die Frage: Ist der aktuelle Kurs von 299 Euro eine Einstiegschance oder nur eine Verschnaufpause vor weiteren Turbulenzen? Die Antwort dürfte davon abhängen, ob Broadcom die ambitionierten KI-Ziele tatsächlich erreicht – oder ob der Markt die Erwartungen bereits zu weit nach oben getrieben hat.

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