Builders FirstSource Aktie: Margen unter Druck

Der Baustoffhändler Builders FirstSource meldet schwache Q4-Zahlen mit Gewinneinbruch und sinkenden Margen. Der Ausblick für 2026 bleibt vorsichtig.

Builders FirstSource Aktie
Kurz & knapp:
  • Umsatz und Gewinn je Aktie unter Analystenschätzungen
  • Nettogewinn bricht um 83 Prozent ein
  • Brutto- und EBITDA-Margen geraten unter Druck
  • Vorsichtige Prognose für das laufende Geschäftsjahr

Builders FirstSource hat heute Vormittag seine Zahlen für das vierte Quartal 2025 vorgelegt – und die fallen schwächer aus als erhofft. Der Gewinn je Aktie lag mit 1,12 Dollar um 0,15 Dollar unter den Analystenschätzungen von 1,27 Dollar. Auch beim Umsatz verfehlte der Baustoffhändler mit 3,4 Milliarden Dollar die Erwartungen von 3,46 Milliarden Dollar. Die Aktie reagierte vorbörslich mit einem Minus von 1,07 Prozent.

Der Umsatzrückgang von 12,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal spiegelt eine schwierige Marktlage wider. Das organische Geschäft brach um 14 Prozent ein, während Rohstoffpreise um 1,9 Prozent nachgaben. Zukäufe konnten mit einem Plus von 3,8 Prozent nur teilweise gegenstützen. CEO Peter Jackson verwies auf anhaltende Probleme mit der Erschwinglichkeit von Wohnraum, schwaches Verbrauchervertrauen und gedrückte Rohstoffnotierungen.

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Gewinneinbruch von 83 Prozent

Besonders deutlich fiel der Rückgang beim Nettogewinn aus: Mit 31,5 Millionen Dollar oder 0,28 Dollar je Aktie verzeichnete das Unternehmen einen Einbruch von 83 Prozent gegenüber den 190,2 Millionen Dollar aus dem Vorjahresquartal. Das bereinigte EBITDA sank um 44,3 Prozent auf 274,9 Millionen Dollar, die entsprechende Marge schrumpfte um 470 Basispunkte auf 8,2 Prozent.

Der Bruttogewinn ging auf eine Milliarde Dollar zurück, nachdem im Vorjahr noch 1,2 Milliarden Dollar erwirtschaftet worden waren. Die Bruttomarge gab um 250 Basispunkte auf 29,8 Prozent nach. Analysten beobachten diese Entwicklung kritisch, zumal die Preise für Baumaterialien zuletzt wieder anzogen – im Jahresvergleich um 3,5 Prozent, den stärksten Anstieg seit Anfang 2023.

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Vorsichtiger Ausblick für 2026

Für das laufende Geschäftsjahr 2026 rechnet Builders FirstSource mit Erlösen zwischen 14,8 und 15,8 Milliarden Dollar. Diese Spanne liegt weitgehend im Rahmen der Analystenschätzungen von 15,14 Milliarden Dollar. Das Management geht von unveränderten Baubeginnen im Einfamilien- und Mehrfamilienbereich aus, während das Renovierungs- und Umbaugeschäft um ein Prozent zulegen soll.

Im Gesamtjahr 2025 generierte das Unternehmen einen freien Cashflow von 874 Millionen Dollar – deutlich weniger als die 1,5 Milliarden Dollar im Jahr 2024. Trotz des Gewinnrückgangs kaufte Builders FirstSource 3,4 Millionen eigene Aktien zu einem Durchschnittspreis von 118,65 Dollar zurück. Die Aktie notiert derzeit bei 114,73 Dollar und liegt damit 22,45 Prozent unter dem Stand von vor einem Jahr.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.