Borussia Dortmund hat in der Champions League die Kurve gekriegt, aber nur knapp. Beim Königsklassen-Debütanten FK Sabah gewann das Team von Trainer Niko Kovac 2:1. Es war der erste Erfolg nach drei sieglosen Partien und der erste Auswärtssieg in der Königsklasse seit fast einem Jahr.

Guirassy als Matchwinner

Serhou Guirassy erzielte beide Treffer (10. und 53. Minute). Schon beim 3:2 gegen Villarreal zum Auftakt hatte er doppelt getroffen. Mit sechs Punkten aus drei Spielen liegt der BVB in der Gruppenphase wieder auf Kurs.

Überzeugend war der Auftritt allerdings nicht. Aden McCarthy glich vor der Pause per Kopf aus, und die Gastgeber hatten weitere Chancen. Torwart Gregor Kobel verhinderte mit zwei Paraden Schlimmeres. Der Spielaufbau wirkte über weite Strecken ideenlos und zu langsam.

Konstanz fehlt noch

Kovac hatte nach den jüngsten Ergebnissen, darunter das 2:2 gegen Bremen, die 0:1-Niederlage in Bodö und das 0:0 bei Union Berlin, auf vier Positionen umgestellt. Die Chancenverwertung blieb dennoch das Manko. „Man muss den besser postierten Mann sehen, oder man muss präziser schießen“, sagte der Trainer. Er sprach von einem „harten Stück Arbeit“, das aber „total verdient“ gewesen sei.

Guirassy selbst war nur „halb-halb“ zufrieden. Dem Team fehle es noch an Konstanz, räumte er ein und nahm sich dabei ausdrücklich mit ein. Jobe Bellingham, Ethan Nwaneri und Maximilian Beier saßen zunächst auf der Bank, Kovac vertraute der Startelf lange.

Duschverbot im Olympiastadion

Eine Randnotiz sorgte nach dem Spiel für Gesprächsstoff. Die Profis verließen das Stadion ungeduscht. Man habe ihnen gesagt, dass sie dort nicht duschen sollten, erklärte Kovac. Sportdirektor Ole Book verwies auf die Duschen im Hotel, die „einladender“ seien. Mehr wollte er nicht dazu sagen.

Sportlich geht es nun darum, den Schwung mitzunehmen. Mit dem ersten Auswärtssieg seit Oktober 2025, damals beim FC Kopenhagen, hat der BVB den Negativtrend gestoppt. Ob daraus Konstanz wird, zeigen die nächsten Partien in Liga und Gruppenphase.