BYD hat am Donnerstag erneut nachgegeben. Im deutschen Handel kostete das Papier rund 8,70 Euro und verlor etwa 3,2 %. Innerhalb eines Monats summiert sich der Rückgang bereits auf rund 14 %. Damit bleibt die Aktie deutlich schwächer als es die operative Produktflut des chinesischen Konzerns vermuten ließe. BYD erweitert derzeit sein Angebot in Europa. Der Dolphin wird künftig auch als Plug-in-Hybrid angeboten. Der Einstiegspreis liegt bei 28.990 Euro und damit 5.000 Euro unter der rein elektrischen Variante. Je nach Ausführung kombiniert BYD einen 1,5-Liter-Benziner mit einem Elektromotor zu 176 oder 212 PS Systemleistung.
BYD möchte exportieren
Besonders interessant ist die Reichweite. Die größere Batterie ermöglicht nach Herstellerangaben bis zu 105 Kilometer rein elektrisches Fahren; gemeinsam mit dem Verbrennungsmotor sind bis zu 1.040 Kilometer möglich. BYD versucht damit, Kunden zu erreichen, denen ein reines Elektroauto weiterhin zu unflexibel erscheint.
Zudem arbeitet der Konzern am wichtigsten Bauteil seiner Elektroautos. Ein Belastungstest einer neuen Batterie über 30.000 Kilometer und Hunderte Schnellladevorgänge soll zeigen, dass hohe Ladeleistungen nicht zwangsläufig zulasten der Lebensdauer gehen. An der Börse überwiegen dennoch die Sorgen. Nach einem früheren Rückgang von mehr als 50 % hatte sich die Aktie zwischenzeitlich deutlich erholt, bevor erneut Verkaufsdruck einsetzte. Der chinesische Automarkt ist von intensivem Preiswettbewerb geprägt, während die Expansion nach Europa hohe Investitionen verlangt. Die Expansion aber geht voran. Statt bis dato 1,5 Millionen Fahrzeugen sollen es in den jüngsten Prognosen 2 Millionen im laufenden Jahr werden. 2,5 Millionen sind dann 2027 zu erwarten. Analysten haben daher hohe Kursziele! Die liegen zum Teil sogar 40 % und mehr über dem, was die Börsen derzeit für die Aktie der Chinesen bezahlen wollen.
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