Die BYD-Aktie verlor am Freitag am Ende noch schmale -0,8 %. Kein Problem: 9,95 Euro stehen auf en Tafeln. Die Notierungen sind binnen einer Woche um immerhin 3,5 % geklettert. Der Markt darf davon ausgehen, dass jetzt die Marke von 10 Euro bald fallen kann. Analysten sehen als Kursziel ohnehin sogar rund 14 Euro.
Starke Quartalszahlen helfen
Dabei aber sind zuletzt deutlich stärkere Zahlen präsentiert worden. Zum Beispiel meldete die BYD nun 1.808.511 Verkäufe im 1 Halbjahr. Mit 557.090 BEVs (also sowohl Hybriden wie auch E-Fahrzeugen) hat BYD Tesla im 2. Halbjahr überholt. Auch das sind starke Zahlen. Zudem wächst das Exportgeschäft. Die EU hat bereits Sorgen vor der Fahrzeugwelle wie auch den Batterie-Importen.
Ein Beispiel:
In Europa wächst die Diskussion über Batterieimporte aus China und mögliche neue Handelsbeschränkungen.
Nach Angaben von Transport & Environment gelangen Batterien aus Fernost weiterhin nahezu ungehindert in die Europäische Union. Während für Elektroautos bereits zusätzliche Einfuhrzölle gelten, bestehen für Batterien bislang deutlich geringere Handelshemmnisse. Nach Einschätzung der Organisation hat sich der Import chinesischer Batterien dadurch in den vergangenen Jahren erheblich ausgeweitet.
Die Organisation fordert deshalb zusätzliche Einfuhrzölle von 20 % auf Batterien. Ziel ist es, den Aufbau einer eigenständigen europäischen Batterieindustrie zu beschleunigen und den Wettbewerbsdruck auf heimische Produzenten zu reduzieren. Sollte die Europäische Union entsprechende Maßnahmen beschließen, könnte dies die Kostenstruktur chinesischer Hersteller auf dem europäischen Markt verändern und die internationale Expansion von BYD erschweren.
Weiterhin aber verfolgt BYD bereits Gegenmaßnahmen. Das Unternehmen baut Produktionskapazitäten in Europa aus und setzt verstärkt auf Plug-in-Hybridmodelle. Dieses Fahrzeugsegment war bislang weitgehend von den bestehenden Strafzöllen ausgenommen. Allerdings prüft die Europäische Kommission inzwischen zusätzliche Abgaben auf Hybridfahrzeuge, die je nach Hersteller bis zu 45 % erreichen könnten. Dadurch könnte sich das regulatorische Umfeld erneut verschärfen. Daher wird weiter in Ungarn gebaut: Hiervon ausgehend würden die Zölle wohl vollständig entfallen. Am Ende rollt BYD derzeit weiter.
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