BYD schaffte zum Wochenauftakt ein wichtiges Signal: 1, % Plus bringen die Aktie auf 10,04 Euro. Damit wird zumindest aus charttechnischer Sicht ein klares Zeichen sichtbar. Innerhalb weniger Tage kämpften die Chinesen sich an die Marke von 10 Euro heran, überwanden sie teils und sind nun heute schon wieder im grünen Bereich. Die Tendenz zeigt inzwischen klar nach oben. Zur Einordnung: Noch am vergangenen Dienstag waren die Notierungen bei 9,28 Euro deutlich schwächer.

Teuer und gut

Dafür gibt es durchaus gute Gründe. Das neu vorgestellte Fahrzeug Denza Z bringt BYD erstmals in das Segment vollelektrischer Supersportwagen. Nach Meinung von Beobachtern wird das Modell damit zu einem Aushängeschild der internationalen Premiumstrategie.

Zuletzt feierte der Denza Z seine Weltpremiere beim Goodwood Festival of Speed in Großbritannien. Innerhalb von fünf Tagen gingen danach mehr als 1.000 Vorbestellungen ein. Das ist ein wichtiger Schritt für BYD, um die Luxusmarke außerhalb des Heimatmarktes zu etablieren.

Das Unternehmen setzt auf die unternehmenseigene E3-Plattform. Das Fahrzeug verfügt über ein System mit drei Elektromotoren, die zusammen rund 1.600 PS leisten.

Bemerkenswert ist dabei auch die Preisstrategie. In Großbritannien wird für den Denza Z ein Preis von 142.900 Pfund aufgerufen, was umgerechnet rund 192.000 US-Dollar entspricht. In China kostet das Fahrzeug dagegen etwa 100.000 US-Dollar. Dies zeigt, was BYD bereits angekündigt hatte: Im Ausland werden die Preise entsprechend angepasst. Es geht also nicht um eine besonders günstige Preisstrategie. Das Fahrzeug ist dort nahezu doppelt so teuer wie in China. Damit möchte BYD die Wettbewerbsfähigkeit und die Positionierung der Marke im Premiumsegment stärken.

Analysten sind offenbar davon überzeugt, dass die internationale Expansionsstrategie funktioniert. Im Durchschnitt wird der Aktie derzeit ein Kursniveau von rund 14 Euro zugetraut. Morgan Stanley hat in einer neuen Studie zumindest die positive Einstellung beschäftigt. Eine Neubewertung der Aktie im 2. Halbjahr sei „gestützt“.

BYD macht sich damit langsam auf den Weg, möglicherweise auch den charttechnischen Aufwärtstrend oberhalb der Marke von 10 Euro nachhaltig zurückzuerobern.