BYD hat eine schwache Börsenwoche hinter sich. Die Aktie verlor 6,7 % und ging am Freitag bei 8,79 Euro aus dem Handel. Der Abstand zum GD100 beträgt inzwischen rund 10,7 %, zur 200-Tage-Linie fehlen etwa 15 %. Damit bleibt der Abwärtstrend intakt. Für eine erste deutlichere Erholung müsste BYD zunächst wieder die Marke von 10 Euro erreichen. Die Marke ist in einer charttechnischen Betrachtung entscheidend. Es fehlt noch ein Aufschlag um etwas mehr als 12 %, um auf der sicheren Seite zu sein, so die Beobachtung der Chartanalysten.
BYD müsste an sich deutlich besser aufgestellt sein, heißt es bei den wirtschaftlich orientierten Beobachtern für die BYD-Aktie
Dabei entwickelt sich gerade das internationale Geschäft kräftig. Im ersten Halbjahr legten die Exporte um rund 34 % zu. Das Ausland gewinnt damit für BYD erheblich an Bedeutung und liefert höhere Margen als der chinesische Heimatmarkt. Der war tatsächlich sowohl für die BYD wie insgesamt zusammengebrochen. Besonders stark fiel zuletzt der August aus. Die Auslandsverkäufe stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat um rund 135 %. BYD rechnet inzwischen damit, im laufenden Jahr 1,9 bis 2 Millionen Fahrzeuge außerhalb Chinas abzusetzen. Ursprünglich waren lediglich 1,5 Millionen vorgesehen.
Nicht alle Auslandsmärkte entwickeln sich gleichermaßen. In Indien gingen die Erlöse im ersten Halbjahr um rund 31 % zurück. Auch die Quartalsergebnisse blieben hinter den Markterwartungen zurück und konnten die guten Exportzahlen damit an der Börse nicht in steigende Kurse übersetzen.
Die Analysten bleiben wesentlich optimistischer. Teilweise liegen ihre Kursziele oberhalb von 14 Euro. Vom Freitagsschluss bei 8,79 Euro bis 14 Euro wären es knapp 60 %. An der Börse ist davon derzeit wenig zu sehen: Für BYD geht es zunächst darum, den Abwärtstrend zu bremsen und die 10-Euro-Marke zurückzuerobern.
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