Für BYD geht die Woche nicht besonders gut los. Die Notierungen der Chinesen sind um 1,6 % gesunken. Sie kommen auf ein Kursniveau von 9,43 Euro. Damit schafft es die Aktie im ersten Handelsverlauf der neuen Woche nicht, die viel zitierte Marke von 10 Euro als wichtige charttechnische Hürde zu überwinden. Dies ist insofern ein wenig enttäuschend, als Trendanalysten genau dies zumindest erhofft hatten.

BYD: Das ist ein großes Ding!

Die Aktie hat immerhin auch inklusive des heutigen Kursverlustes in den zurückliegenden fünf Handelstagen mehr als 15 % gewonnen. Plötzlich dreht sich die Sichtweise auf BYD. Das Unternehmen hatte über viele Monate damit zu kämpfen, dass der Markt Misstrauen entwickelte, weil in China die Absatzzahlen der Hersteller insgesamt nach unten gingen. Auch BYD verkaufte dort deutlich weniger Fahrzeuge. Die Expansion, die das chinesische Unternehmen ohnehin anstrebt, kann diese Lücken noch nicht so schnell kompensieren.

Allerdings sind jetzt die Zahlen vor allem in Europa deutlich gestiegen. Im Juni sind dann auch die Gesamtabsatzzahlen gegenüber dem Juni des Jahres 2025 etwas höher gewesen. Dies war der zweite Monat hintereinander, in dem BYD das jeweilige Vorjahresergebnis steigern konnte. Dies hat der Markt als mögliche Trendwende identifiziert, wenngleich daraus keine wirtschaftliche Explosion werden wird.

BYD wird immer noch mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp 15 für das laufende Jahr taxiert. Das ist isoliert betrachtet ein ordentlicher und günstiger Wert. Im Vergleich zur Konkurrenz, zum Beispiel Tesla, ist die Aktie von BYD allerdings deutlich unterbewertet. Die Analysten gehen weiterhin davon aus, dass die Aktie bei ungefähr 14 Euro anlangen könnte.

Hintergrund ist der Umstand, dass sich die Expansionsbemühungen von BYD, wenn auch auf teilweise relativ geringem Niveau, auszahlen. Vor allem in Europa ist mit einem weiteren Angriff zu rechnen. Hier versucht die EU noch gegenzusteuern, indem Regulatorien entwickelt werden. Allerdings wird BYD hier wohl einen zweiten Standort für die Produktion von Fahrzeugen schaffen. Hier war vor einiger Zeit Stellantis als möglicher Partner im Gespräch. Jetzt scheint der Markt langsam an die Expansionsstory zu glauben. Analysten hatten dies schon lange eingepreist.