Während viele Anleger auf die politischen Schlagzeilen rund um BYD blicken, liefert die Gewinn- und Umsatzentwicklung eine andere Sicht. Die Aktie notiert aktuell bei 9,75 Euro und zeigt sich gegenüber dem Vortag unverändert. Trotz des Rückgangs von 9,01 % seit Jahresbeginn rechnen Analysten weiterhin mit einem deutlichen Wachstum des Konzerns und das begründet sich rein wirtschaftlich.
Die Schätzungen für die kommenden Jahre fallen bemerkenswert aus. Für 2026 erwarten Analysten einen Umsatz von 916 Milliarden chinesische Yuan. Bereits 2027 soll die Schwelle von einer Billion Yuan überschritten werden. Die Prognosen sehen Erlöse von 1,041 Billionen Yuan vor. Gleichzeitig wird ein Nettogewinn von 51,89 Milliarden Yuan erwartet, nach prognostizierten 39,83 Milliarden Yuan im Vorjahr.
Diese Zahlen erklären, weshalb die Bewertung trotz schwieriger Börsenentwicklung vergleichsweise moderat bleibt. Das erwartete KGV sinkt von 17,4 auf 13,7. Gleichzeitig verbessert sich die Nettoverschuldung deutlich. Für 2026 werden noch 50,66 Milliarden Yuan Nettoverschuldung erwartet, während die Prognosen für 2027 bereits eine Netto-Cash-Position von 68,41 Milliarden Yuan ausweisen.
BYD: Die Expansion ist der entscheidende Schritt
Dabei expandiert BYD weiter. Das Unternehmen meldete zuletzt zahlreiche Aktivitäten außerhalb Chinas. Bereits zuvor hatte Citi auf mögliche internationale Verkäufe von bis zu 1,6 Millionen Fahrzeugen im Jahr 2026 hingewiesen. Zeitgleich baut BYD seine Energiesparte aus. Pressemitteilungen verweisen auf große Batteriespeicherprojekte sowie den Ausbau der internationalen Produktionsbasis.
Allerdings bleibt Europa ein schwieriger Markt. Zusätzliche Zölle auf chinesische Elektroautos erschweren den Markteintritt. Hinzu kommen Herausforderungen beim Aufbau von Service- und Werkstattstrukturen. Diese Faktoren erklären, weshalb die Börse trotz steigender Gewinnschätzungen bislang zurückhaltend bleibt. BYD ist nach Meinung von Analysten dennoch klar unterbewertet: Über 40 % sind demnach möglich!
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