BYD kam am Ende des Donnerstag-Handels auf einen Kurs von (auch hier zählt immer der Börsenplatz) 10,01 Euro. Dies entsprach einem Verlust von -1,8 %. Dabei sind die Nachrichten unverändert stark, vor allem im Vertrieb.
Nicht der Heimatmarkt, sondern das Ausland entwickelt sich für BYD zunehmend zum wichtigsten Wachstumstreiber. Im Juli exportierte der chinesische Hersteller 179.841 Fahrzeuge und übertraf den Vorjahreswert damit um 124,3 %. Gleichzeitig setzte BYD weltweit 419.211 Fahrzeuge ab und erreichte einen neuen Unternehmensrekord. Dem stand jedoch ein Rückgang der Verkäufe in China gegenüber, wo der Absatz mit 239.370 Fahrzeugen um 9 % unter dem Niveau des Vorjahres lag.
Die BYD ist damit aber erfolgreich auf der richtigen Spur: Die Fahrzeuge müssen im Ausland verkauft werden.
BYD setzt vieles auf das Ausland
Um die internationale Expansion zu beschleunigen, setzt BYD auf regionale Vertriebs- und Finanzierungskonzepte. In Deutschland und Australien laufen Rabattprogramme bis Ende August, während Kunden in Indien Finanzierungsangebote mit einem Zinssatz von 7,77 %, verlängerte Garantien und kostenlose Wartungsleistungen erhalten. Da BYD in Europa keine eigene Finanzierungsgesellschaft betreibt, arbeitet das Unternehmen mit lokalen Banken und Leasingpartnern zusammen und kann seine Präsenz vergleichsweise kapitalarm ausbauen.
Auch auf dem deutschen Markt setzte BYD seinen Wachstumskurs fort. Während die gesamten Pkw-Neuzulassungen im Juli lediglich um 1,2 % auf 268.068 Fahrzeuge zulegten, steigerte der Hersteller seine Zulassungen um 365,4 % auf 5.240 Fahrzeuge. Daraus ergab sich ein Marktanteil von 2,0 %.
Vor den Quartalszahlen, die am 29.8. präsentiert werden, spielen bei der operativen Entwicklung inzwischen auch regulatorische Themen eine größere Rolle. In Ungarn werden Förderungen, Steuervergünstigungen und Umweltgenehmigungen für BYD-Investitionen überprüft. Zusätzlich setzte das US-Verteidigungsministerium das Unternehmen Ende Juli auf die Section-1260H-Liste chinesischer Militärunternehmen. Die Maßnahmen stellen keine klassischen Sanktionen dar, erhöhen jedoch die regulatorischen Anforderungen bei bestimmten Geschäften in den USA. Die Börse stört sich nur wenig daran.
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