Asiens Börsen beben und die Aktie von BYD leidet massiv. Nach heftigen Kursverlusten in Südkorea gerät auch der wichtige Finanzplatz Hongkong massiv unter Druck. Der Leitindex Hang Seng verzeichnete zuletzt den achten Verlusttag in Folge. In diesem tiefroten Marktumfeld erwischte es den E-Fahrzeug-Riesen BYD besonders hart. Die Aktie brach um rund 4,5 % ein und markierte am Freitag den tiefsten Stand seit fast zwei Jahren. Dieses Mehrjahrestief liefert in der technischen Analyse ein starkes Verkaufssignal und stellt den langfristigen Aufwärtstrend des Branchenprimus ernsthaft infrage.
Margendruck in China bremst internationale Erfolge
Die Gründe für den anhaltenden Sinkflug liegen vor allem auf dem hart umkämpften Heimatmarkt. BYD ist in China spürbaren Absatz- und Margenproblemen ausgesetzt. Zwar kommt die internationale Expansion dank steigender Kundenakzeptanz und höherer Verkaufszahlen gut voran, doch das Auslandswachstum ist im Moment schlicht zu langsam, um die Einbußen im Reich der Mitte vollständig zu kompensieren. Seit dem Jahreswechsel hat das Papier bereits ein Viertel seines Wertes eingebüßt. Vom historischen Rekordhoch ist die Aktie inzwischen sogar um mehr als die Hälfte eingebrochen.
Technische Extremwerte und charttechnische Marken
Aus Sicht der Charttechnik ist das zuvor bullishe Untertassen-Muster (Cup-and-Handle) nach dem Bruch des Unterstützungsbereichs zwischen 90 und 95 Hongkong-Dollar (HKD) hinfällig. Nun rückt die nächste wichtige Auffanglinie bei 70 HKD (ca. 7,83 Euro) in den Fokus. Fällt auch diese Bastion, droht der Übergang in einen dauerhaften Abwärtstrend. Immerhin deutet der Relative-Stärke-Index (RSI) mit extrem überverkauften 21,5 Punkten und das Notieren am unteren Bollinger Band darauf hin, dass eine kurzfristige technische Gegenreaktion überfällig ist. Eine nachhaltige Trendwende zeichnet sich jedoch erst bei Kursen über der Marke von 110 HKD ab.
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