Mit dem gestrigen Kurs von weniger als 9,60 Euro befindet sich die BYD-Aktie derzeit in einer schwierigen Marktphase. Die jüngsten Verluste haben das Papier weiter unter Druck gesetzt. Der Abstand zu den langfristigen Durchschnittslinien signalisiert, dass Investoren aktuell eher vorsichtig agieren. Es fehlen mindestens 20 %, um wieder auf einen Aufwärtstrend zu kommen, meinen die Beobachter. Es sieht nicht besonders gut für das Papier aus.

BYD: Die Führung meint, in wenigen Jahren sei alles ganz anders

Auf der Unternehmensseite ergibt sich jedoch ein anderes Bild. Dort dominieren Expansionspläne und technologische Weiterentwicklungen. Besonders die geplante Fertigung in Ungarn wird als strategisch wichtiger Schritt gewertet. Ende des laufenden Jahres soll es so weit sein, dann wird großflächig dort zu produzieren. Sie eröffnet BYD die Möglichkeit, Fahrzeuge näher an den europäischen Kunden zu produzieren und gleichzeitig bestehende Handelsbarrieren zu umgehen, also die Zölle.

Hinzu kommen neue Impulse aus Forschung und Entwicklung. Der Vorstandsvorsitzende hebt insbesondere die zweite Generation der Blade-Batterie sowie moderne Flash-Charging-Technologien hervor. Ergänzt werden diese Fortschritte durch weitere neue Produkte, die das Wachstum in den kommenden Jahren beschleunigen sollen. Aus Sicht des Managements haben sich die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Expansion dadurch deutlich verbessert.

Aktuell bleibt die Absatzentwicklung robust, die Zahlen im Mai sind im Vergleich zum Vorjahr erstmals wieder gestiegen. Vor allem auf internationalen Märkten gewinnt BYD weiter an Bedeutung. Die Verkaufszahlen bewegen sich nach Unternehmensangaben auf einem Niveau, das die ursprünglichen Planungen übertreffen könnte. Daher halten zahlreiche Analysten an ihren positiven Einschätzungen fest und sehen die aktuelle Kursschwäche nicht als Spiegelbild der operativen Perspektiven. Also: Der Kurs könne eminent explodieren.