BYD-Aktie: Ein unfassbarer kommender Deal!

BYD verhandelt mit Stellantis über europäische Werksnutzung, während Gewinneinbruch und Preiskampf in China die Aktie belasten.

BYD Aktie - Beitragsbild
Kurz & knapp:
  • Gespräche mit Stellantis über Fabriken
  • Nettogewinn im ersten Quartal eingebrochen
  • Umsatzrückgang im dritten Quartal in Folge
  • Expansion nach Ungarn als EU-Strategie

Am Mittwoch lief es für die Chinesen von BYD wieder etwas besser. 0,47 % Plus waren der Lohn für bestimmte Gespräche. Der Konzern „führt Gespräche“, heißt es, mit Stellantis und anderen Autoherstellern. Es geht um die Nutzung von Fabriken, die in Europa nicht richtig ausgelastet sind. Eine gute Idee!

Damit ist BYD in einem doch ausgeprägten Seitwärtstrend. Nun wurde noch einmal bekannt oder unterstrichen, wie schwierig der Markt in China insgesamt für Autohersteller ist. Als Gegenmaßnahme investiert BYD demzufolge in die Expansion u.a. in die EU.

Die Zahlen waren zuletzt wenig berauschend und belasten die Aktie

Während die Exportfantasie den Kurs stützt, zeigen die Kennzahlen im chinesischen Heimatmarkt eine entgegengesetzte Tendenz. Im ersten Quartal 2026 sank der Nettogewinn um 55,4 % auf 4,09 Milliarden Yuan. Der Umsatz belief sich auf 150,2 Milliarden Yuan und war damit das dritte Quartal in Folge rückläufig.

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Eine wesentliche Ursache liegt in der Anpassung der Kaufsteuerregelung, die seit 2026 nur noch bis zu einem Maximalbetrag von 15.000 Yuan greift und damit die Nachfrage zeitlich verschoben hat.

Zusätzlicher Druck entsteht durch Finanzierungskosten, die um 210 % auf 2,1 Milliarden Yuan gestiegen sind. Zudem sah sich das Unternehmen durch den intensiven Wettbewerb mit Herstellern wie Xiaomi und Geely zu wiederholten Preisanpassungen gezwungen, die im März ein Zweijahreshoch bei den Rabatten aufgestellt haben. Man überbietet sich also gegenseitig.

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Dennoch zeigen sich bei der BYD die ersten Effekte von Kostendisziplin, da sich die Bruttomarge zuletzt nach und nach verbessert hat. Um die Angebotsdichte weiter zu erhöhen, werden verstärkt Nutzfahrzeuge und höherpreisige Varianten in die Struktur integriert.

Der Aufbau des Werks in Ungarn stellt hierbei eine strategische Absicherung gegen die Widrigkeiten im Heimatmarkt und bei den Widerständen durch die EU dar. Denn: Um Lieferfähigkeiten innerhalb der EU zu garantieren und auf handelspolitische Maßnahmen zu reagieren, müssen die Fahrzeuge innerhalb der Europäischen Gemeinschaft gebaut werden.

Dass BYD bereits 45,85 % seiner Elektroautos im Ausland absetzt, ist ein deutliches Signal für die erfolgreiche Neuausrichtung. Das Vertriebskonzept über etablierte Partner in Europa minimiert zudem die Kapitalbindung beim Aufbau eigener Servicenetze. Die zukünftige Bewertung der Aktie wird maßgeblich davon abhängen, ob die Skaleneffekte der internationalen Produktion die gestiegenen Zinslasten und den Preisdruck in China langfristig kompensieren können. Die Analysten meinen: Ja. Die Zielschätzungen liegen bei mehr als 13 Euro für den Titel.

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Über Mirko Hennecke 1990 Artikel

Mirko Hennecke ist ein aufstrebender Wirtschaftsjournalist, der mit 25 Jahren bereits eine beeindruckende Karriere vorweist. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Analysen, klare Sprache und ein tiefes Verständnis globaler wirtschaftlicher Zusammenhänge aus.
Spezialisiert auf internationale Finanzmärkte, Wirtschaftspolitik und makroökonomische Entwicklungen, verbindet er präzise Recherche mit einer frischen, zugänglichen Perspektive.

Seine journalistische Laufbahn begann in einer renommierten deutschen Wirtschaftsredaktion, wo er durch analytisches Denken und prägnante Berichterstattung schnell Aufmerksamkeit erregte. Stationen in London und Zürich vertieften sein Verständnis für die europäische Finanzwelt und globale Marktmechanismen. Heute arbeitet Mirko als unabhängiger Journalist und veröffentlicht regelmäßig in führenden Wirtschafts- und Fachmedien im deutschsprachigen Raum, darunter angesehene Publikationen.

Mirko hat einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften (B.Sc.) von einer deutschen Spitzenuniversität, ergänzt durch ein Zertifikat in Finanzjournalismus. Seine Artikel bieten nicht nur Orientierung in komplexen Themen, sondern wurden auch mehrfach ausgezeichnet, darunter ein Nachwuchsjournalismus-Preis im Jahr 2023. Als gefragter Gastautor trägt er zudem zu internationalen Plattformen bei, wo er wirtschaftspolitische Trends und makroökonomische Analysen beleuchtet.

Mit einem Gespür für aktuelle Entwicklungen und einer klaren Handschrift ist Mirko Hennecke eine Stimme, die in der Wirtschaftsberichterstattung gehört wird – sachlich, fundiert und stets am Puls der Zeit.