Die BYD Company aus China setzte wohl eher zwangsläufig seit dem ersten Quartal 2026 auf eine aggressive Expansionsstrategie in Europa, die durch ein explosives Wachstum von 644 % bei den Neuzulassungen in Deutschland unterstrichen wird. Während das Unternehmen im Segment der reinen Elektrofahrzeuge (BEV) einen Marktanteil von 2,7 % erreicht, kann es bei Plug-in-Hybriden bereits über 6 % für sich beanspruchen. Solche Zahlen sind wichtig, da die Aktie derzeit eine kleine Schwächephase hinnehmen muss.
Am gestrigen Dienstag schloss die Aktie an der Börse München mit einem Minus von 1,77 % bei 11,10 Euro. Damit setzt sich die kurzfristige Schwächephase fort, nachdem das Papier bereits am Vortag um 0,86 % nachgegeben hatte.
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Die oben genannte Marktdurchdringung allerdings wird durch den massiven Ausbau des Vertriebsnetzes auf über 200 Standorte in Deutschland bis Ende Mai 2026 flankiert, wobei rund 40 % der Zulassungen auf Privatkunden entfallen.
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Um die belastenden Importzölle von aktuell 27 % auf in China gefertigte Fahrzeuge zu umgehen, prüft der Konzern zudem strategische Produktionsverlagerungen, wie etwa die Nutzung der Gläsernen Manufaktur in Dresden als Montage- und Forschungsstandort. Die BYD also wird sich auch in Deutschland weiter ausdehnen.
Trotz dieser Erfolge in Übersee zeigt das operative Geschäft in China deutliche Risse. Im ersten Quartal 2026 brach der Nettogewinn im Heimatmarkt um 55,4 % auf 4,09 Milliarden Yuan ein. Dies erschütterte die Märkte, denn u.a. ist dies auch der stärkste Rückgang seit 2020.
Auch der Umsatz sank um knapp 12 % auf 150,2 Milliarden Yuan, was einen Abwärtstrend über drei aufeinanderfolgende Quartale bestätigt. Der intensive Preiswettbewerb durch Konkurrenten wie Xiaomi und Geely sowie die Reduzierung staatlicher Steuererleichterungen auf maximal 15.000 Yuan pro Fahrzeug seit Januar 2026 belasten die Margen und die Inlandsnachfrage erheblich. Dennoch halten Analysten an dem Wert fest. Zu groß sind die Erwartungen an die Expansion.
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