BYD-Aktie: Ist das ein Coup?

BYD verhandelt über die Nutzung unausgelasteter europäischer Werke, lehnt aber Produktionspartnerschaften ab. Die Aktie reagiert verhalten.

BYD Aktie - Beitragsbild
Kurz & knapp:
  • Verhandlungen über Fabrikübernahmen in Europa
  • Strikte Ablehnung von Produktionskooperationen
  • Fokus auf Eigenregie bei der Fahrzeugfertigung
  • Aktienkurs zeigt sich wenig beeindruckt

BYD ist auch heute extrem schwach. Weniger als 10 Euro stehen zu Buche: 9,97 Euro. Dabei hat das Unternehmen jenseits aller Probleme vor kurzem durchaus eine Perspektive geboten. Denn:

Der chinesische Elektroautoriese BYD plant offenbar den nächsten großen Coup auf dem europäischen Markt. Das Unternehmen verhandelt derzeit mit Konkurrenten wie Stellantis über die Übernahme oder Nutzung von Fabriken, die aktuell nicht voll ausgelastet sind. BYD-Vizepräsidentin Stella Li stellte auf einer Konferenz in London klar, dass der Konzern gezielt nach freien Kapazitäten in Europa sucht. Die Aktie reagierte auf die Nachricht dennoch mit einem leichten Dämpfer und gab an der Börse nach.

Lieber Alleingang statt schwieriger Partnerschaften

Bei den Plänen setzt der Branchenprimus aus China auf eine kompromisslose Strategie. Kooperationen in der Autoproduktion lehnt das Management strickt ab. BYD möchte die Kontrolle behalten und Fabriken lieber komplett in Eigenregie betreiben, anstatt sich in komplizierten Joint Ventures mit Partnern abstimmen zu müssen. Zwar sei man bereit, Batterien an andere Hersteller zu liefern, beim Bau der eigenen Fahrzeuge wolle man sich jedoch von niemandem reinreden lassen.

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Traditionsmarken im Visier der Chinesen

Die Krise der europäischen Autoindustrie kommt BYD dabei wie gerufen. Viele hiesige Werke kämpfen mit hohen Energiekosten, steigenden Löhnen und sinkender Nachfrage. Besonders bei Stellantis gelten einige italienische Standorte schon länger als Sorgenkinder. Neben den reinen Produktionsstätten schielen die Chinesen Gerüchten zufolge sogar auf angeschlagene europäische Traditionsmarken. So steht angeblich auch die Luxusmarke Maserati im Fokus des potenziellen Käufers.

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Vorteile im Zollstreit mit der EU

Für die europäischen Autobauer könnte das frische Kapital aus Fernost eine Rettung für unrentable Standorte und Tausende Arbeitsplätze sein. Für BYD geht es hingegen um nackte Marktanteile und strategische Absicherung. Durch eine lokale Produktion direkt auf dem Kontinent kann der E-Auto-Gigant nicht nur schneller liefern, sondern schifft auch geschickt um die drohenden Strafzölle der EU auf chinesische Autoimporte herum.

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