Die BYD-Aktie zählt am Dienstag zu den stärkeren Werten an unseren Börsenplätzen. Das Papier steigt auf 9,60 Euro und gewinnt 3,20 % im Vergleich zum Montag. Endlich, möchte man sagen. Die Aktie klebte fast schon am Boden. Vor allem aber gelingt nun ein technischer Schritt: Denn damit rückt eine wichtige charttechnische Marke näher. Bis zum 50-Tage-Durchschnitt fehlen nach den vorliegenden Daten nur noch rund 0,72 %. Dies könnte Algorithmen triggern, so die Techniker.
Techniker sind zufriedener!
Aus technischer Sicht hat sich das Bild zuletzt deutlich verbessert. Seit dem Jahrestief Ende Juni summiert sich die Erholung auf nahezu 20 %. Der Bereich um 8,03 Euro gilt weiterhin als bedeutende Unterstützung, während der 50-Tage-Durchschnitt bei 9,69 Euro nun als erste wichtige Hürde fungiert. Ein nachhaltiger Ausbruch über diese Marke könnte das kurzfristige Chartbild weiter aufhellen.
Der Blick richtet sich also technisch nach oben, zum 1-Jahres-Hoch bei 14,79 Euro. Das ist die Lücke, die es wieder zu schließen gilt: Mehr als 45 %!
Wirtschaftlich erhält die Erholung durch robuste Entwicklungen im Auslandsgeschäft Futter. BYD erzielt jüngsten Daten nach inzwischen fast 45 % seiner Fahrzeugauslieferungen außerhalb Chinas. Das Management hält deshalb an seinem hohen Ziel von rund 1,5 Millionen exportierten Fahrzeugen im Gesamtjahr fest.
D.h.: Sot gewinnt das internationale Geschäft zunehmend an Bedeutung, während der chinesische Heimatmarkt weiterhin unter intensivem Preiswettbewerb leidet. Die stärkere geografische Diversifizierung reduziert die Abhängigkeit vom Binnenmarkt und eröffnet zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten. Zudem sinkt das Risiko beträchtlich.
Hintergrund der erfolgreichen Expansion sind zum einen die Preise der BYD, zum anderen die Technik: Das Unternehmen treibt die Einführung der Blade-Batterie der zweiten Generation sowie die FLASH-Schnellladetechnologie voran. Hinzu kommt die hohe vertikale Integration, da BYD große Teile der Batterie- und Halbleiterfertigung selbst kontrolliert. Dadurch verfügt der Konzern über eine vergleichsweise günstige Kostenstruktur und kann auf den anhaltenden Preisdruck im chinesischen Markt flexibler reagieren als viele Wettbewerber.
Generell ziehen aktuell aber vor allem die hohen Expansionszahlen wieder Investoren an. Analysten gehen ohnehin davon aus, die Aktie könnte auf über 14 Euro klettern.
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