BYD-Aktie: Kracher!

Der chinesische Autobauer BYD verzeichnet ein starkes Exportwachstum, während die Inlandsverkäufe in China zurückgehen. Die Aktie bleibt trotz enttäuschender Gewinnzahlen in einem Seitwärtstrend.

BYD Aktie - Beitragsbild
Kurz & knapp:
  • Exporte übersteigen erstmals Inlandsverkäufe
  • Starker Zuwachs bei EU-Neuzulassungen
  • Gewinnentwicklung fiel hinter Erwartungen zurück
  • Ambitioniertes Exportziel für 2026 gesetzt

BYD baut seine Präsenz in Europa mit hoher Geschwindigkeit aus und verschiebt damit zunehmend den Schwerpunkt seiner Absatzstruktur. Während der Wettbewerb im chinesischen Heimatmarkt intensiver wird, gewinnt das Auslandsgeschäft spürbar an Gewicht. Das ist eine gute Nachricht inmitten einer Zeit, in der über die Zahlen der Chinesen gesprochen wird.

Die Chinesen brachen am Freitag um fast 5 % ein, nachdem sie für das Jahr 2025 insgesamt eine um 19 % schwächere Entwicklung bei den Nettogewinnen vorlegen mussten. Die Börsen haben verschnupft reagiert, weil die Analysten mit einem Minus von nur 12 % gerechnet hatten. Mit rund 10,80 Euro bleibt die Aktie aber dennoch in einem (kurzfristig betrachtet) formalen Seitwärtstrend. Es sollte nun jedoch wieder vorangehen. Hier denken die Analysten (mit Kurszielen von insgesamt über 13 Euro) auch an Europa.

Europa: Der neue Markt für die BYD!

Die aktuellen Zulassungszahlen verdeutlichen diese Entwicklung. In den ersten beiden Monaten des Jahres 2026 wurden 29.291 Fahrzeuge in der Europäischen Union registriert, nach 10.491 Einheiten im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Besonders der Januar stach mit einem Wachstum von über 175 % hervor.

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Parallel dazu zeigt sich im Heimatmarkt ein differenziertes Bild. Die Verkaufszahlen in China lagen zu Jahresbeginn rund 36 % unter dem Vorjahresniveau. Neben zunehmendem Wettbewerb im mittleren Preissegment wirkt sich auch die Wiedereinführung einer Kaufsteuer auf Elektrofahrzeuge aus, die zuvor zu vorgezogenen Käufen geführt hatte.

Gleichzeitig verschiebt sich die Struktur der Auslieferungen. Im Februar übertrafen die Exporte erstmals die Inlandsverkäufe. Mehr als 100.600 Fahrzeuge wurden ins Ausland geliefert, ein Anstieg von rund 50 % im Jahresvergleich. Für das Gesamtjahr 2026 hat BYD ein Exportziel von 1,3 Millionen Fahrzeugen formuliert.

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Trotz steigender Absatzzahlen bleibt die Ertragsentwicklung ein zentraler Faktor. Im vergangenen Quartal lagen sowohl Umsatz als auch Gewinn je Aktie unter den Erwartungen. Investitionen in neue Produktionsstandorte in Ungarn, Brasilien und Thailand sowie der anhaltende Preisdruck im chinesischen Markt wirken sich auf die Margen aus.

Technologisch setzt das Unternehmen weiterhin auf Eigenentwicklungen. Die „Blade Battery 2.0“ soll ohne Kobalt auskommen, eine höhere Energiedichte bieten und kürzere Ladezeiten ermöglichen. Zudem arbeitet BYD im Bereich autonomes Fahren an Lösungen auf Basis bestehender KI-Plattformen.

Am Ende sieht es für das Unternehmen wohl doch besser aus als das, was der Markt hier vermutet. Die Aktie hat durchaus Potenzial, weil das Unternehmen sich deutlich stärker darstellt.

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