BYD ist auf dem Weg, sich weiter zu etablieren, minimal bestraft worden.. Die Notierungen der Chinesen sind am Donnerstag um -0,67 % nach unten durchgereicht. Die Aktie kommt bei 9,78 Euro an und schafft es noch nicht ganz, erneut über die Marke von 10 Euro zu klettern. Aber sie bleibt am Ball.
Die Marke von 10 Euro ist vor allem aus Sicht der Charttechniker wichtig, um den Aufwärtstrend zumindest wieder ins Visier zu nehmen. Bei 10 Euro wäre dieser aus charttechnischer Sicht zwar noch nicht vollständig erreicht. Allerdings würden die Bären damit langsam an Einfluss verlieren.
BYD: Die Verkaufsaktivitäten sind erfolgreich
Technische Analysten weisen darauf hin, dass die Aktie noch mindestens rund 7 % zulegen muss, um auch wichtige langfristige Trendindikatoren wieder ins Positive zu drehen. Insofern bleibt hier noch etwas Luft nach oben.
Fundamentale Analysten sind der Meinung, dass die Aktie durchaus mehr als 40 % steigen könnte. Sie beziehen sich dabei in aller Regel auf die wirtschaftlichen Perspektiven des Unternehmens. Auch hier bleibt allerdings die Frage, ob die notwendigen Impulse schnell genug kommen werden.
Die Vorzeichen haben sich zuletzt jedoch deutlich verbessert. BYD befindet sich derzeit auf dem Weg, auch wirtschaftlich weiter an Glaubwürdigkeit zu gewinnen. Immerhin hat das Unternehmen sowohl im Mai als auch im Juni insgesamt mehr Fahrzeuge verkauft als im jeweiligen Vorjahresmonat. Das zeigt, dass BYD bei den Absatzzahlen offenbar einen Boden gefunden hat.
Zudem steigt der Anteil der Fahrzeuge, die ins Ausland exportiert werden, den jüngsten Angaben nach auf 43 %. Das bringt einen entscheidenden Vorteil mit sich. Denn die Margen sind im Ausland höher als auf dem chinesischen Heimatmarkt. Dort steht BYD – wie auch andere Hersteller – weiterhin unter erheblichem Margendruck.
Dieser Entwicklung begegnet BYD mit einer doppelten Strategie: Im Ausland werden höhere Margen erzielt, gleichzeitig wird der Absatz weiter gesteigert. Das unterstreicht noch einmal die Ambitionen des Unternehmens und erklärt zugleich, warum Analysten weiterhin an ihren vergleichsweise hohen Kurszielen festhalten.
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