Während viele Hersteller ihre Elektrostrategie noch über Kostenstrukturen und Skaleneffekte definieren, verschiebt BYD aktuell die Entwicklung im Markt über den Preis. In Europa setzt der Konzern verstärkt auf kombinierte Rabattmodelle und Fördermechanismen, die insbesondere im Leasingbereich unmittelbare Wirkung zeigen.
Die Aktie bewegte sich dabei über Tage aktuell leicht nach oben. Am Freitag jedoch folgte als Antwort auf die schwachen Zahlen aus China plötzlich ein Einbruch. Nur noch gut 10,80 Euro ist die Aktie wert, nachdem es um ca. 5 % abwärts ging. Generell ist die Aktie jetzt nicht mehr in der Verfassung, dass ein schneller Aufwärtstrend wahrscheinlich aussieht.
Die Zahlen waren ernüchternd
Dabei hatte die BYD beim Umsatz die Ziele verfehlt. Analysten haben mehr als die gemeldeten 3,5 % Plus erwartet. Zudem aber hat die BYD auch beim Nettogewinn enttäuscht. -19 % stehen hier im Vergleich zum Vorjahr zu Buche. Dennoch oder auch deshalb arbeitet BYD mit Preismechanismen:
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Im Zentrum der aktuellen Maßnahmen stehen Modelle wie der Dolphin und der Atto 3 EVO. Durch Preisnachlässe von bis zu 11.000 Euro in Verbindung mit staatlichen Förderungen entstehen Leasingangebote, die häufig unterhalb von 100 Euro pro Monat liegen. Damit rücken Preisregionen in den Fokus, die bislang vor allem mit einfachen Verbrennerfahrzeugen assoziiert wurden.
Auffällig ist dabei die Ausgestaltung der Fahrzeuge. Die niedrigen Einstiegskosten gehen nicht mit einer Reduktion der Ausstattung einher. Stattdessen bleiben Funktionen wie 360-Grad-Kameras, Sitzheizungen und verschiedene Assistenzsysteme Bestandteil der Angebote. Damit verändert sich das Verhältnis zwischen Preis und Leistung im Einstiegssegment deutlich.
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Ein wesentlicher Faktor hinter dieser Entwicklung liegt in der Struktur des Unternehmens. BYD deckt große Teile der Wertschöpfungskette selbst ab. Diese führt von Batterien bis hin zu zentralen elektronischen Komponenten. Diese vertikale Integration eröffnet Spielräume in der Kalkulation, die sich von vielen Wettbewerbern unterscheiden, die stärker auf externe Zulieferer angewiesen sind.
Die Auswirkungen werden besonders im Leasingmarkt sichtbar, der traditionell stark auf Preisbewegungen reagiert. Modelle, die bislang als kostengünstige Referenz galten, sehen sich mit neuen Vergleichsmaßstäben konfrontiert. Gleichzeitig werden zusätzliche Zielgruppen angesprochen, da die Eintrittsschwelle für Elektromobilität weiter sinkt.
Das hilft auch in Europa: Dort sind die Marktergebnisse besser: In den ersten beiden Monaten wurden 29.000 Fahrzeuge verkauft. Ein Plus von fast 100 % im Vergleich zum Vorjahr. Es geht doch!
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