BYD-Aktie: Schnell-Start-Meldung!

BYD entwickelt mit dem Xuanji A3 einen eigenen Chip für autonomes Fahren und baut seine vertikale Integration weiter aus.

BYD Aktie - Beitragsbild
Kurz & knapp:
  • Eigener Vier-Nanometer-Chip entwickelt
  • Vertikale Integration wird weiter ausgebaut
  • Aktie erobert runde Marke zurück
  • Bewertung niedriger als bei Tesla

Immerhin mehr als 10 Euro hat die Aktie der BYD am Wochenende auf den Kurstafeln der Börsen erzeugt. Charttechnische Analysten sprechen davon, hier sei eine wichtige runde Marke erobert worden (zurückerobert, wenn man es genau nimmt). Wer sich mit dem Unternehmen beschäftigt, sieht indes ganz andere Vorgänge. Der Konzern baut seine vertikale Integration, wie es heißt, weiter aus und entwickelt mit dem Xuanji A3 einen eigenen Vier-Nanometer-Chip für autonomes Fahren.

Dieser Schritt hat strategische Bedeutung, weil die Kontrolle über Halbleiter inzwischen als einer der wichtigsten Wettbewerbsvorteile der Automobilbranche gilt. Wer die zentralen Chips selbst entwickelt, kann Funktionen schneller integrieren, Kosten besser kontrollieren und neue Softwaregenerationen früher auf den Markt bringen.

Alles entlang der Wertschöpfungskette

BYD verfolgt diesen Ansatz bereits bei Batterien, Leistungselektronik und Antriebstechnik. Mit dem Einstieg in moderne KI-Chips erweitert der Konzern diese Strategie nun auf einen Bereich, der bislang von spezialisierten Halbleiterunternehmen dominiert wird. Die jüngsten Meldungen zum Xuanji A3 zeigen, dass BYD nicht nur Fahrzeughersteller, sondern zunehmend auch Technologieanbieter sein will.

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Der Markt bewertet diesen Umbau bislang vorsichtig. Die Aktie liegt trotz des Tagesgewinns auf Monatssicht 14,44 % und auf Jahressicht 6,34 % im Minus. Gleichzeitig erwarten Analysten einen Umsatzanstieg von 916 Milliarden Chinesischen Yuan im Jahr 2026 auf 1,04 Billionen Chinesische Yuan im Jahr 2027. Das Wachstum soll also deutlich schneller verlaufen als die aktuelle Kursentwicklung.

Bemerkenswert ist auch die Bewertung. Das erwartete KGV sinkt von 18,1 für 2026 auf 14,2 für 2027. Gleichzeitig fällt das Verhältnis von Unternehmenswert zu Umsatz von 0,84 auf 0,66. Damit handelt BYD deutlich niedriger bewertet als viele internationale Technologieunternehmen mit vergleichbaren Wachstumsraten. Vor allem die Tesla dürfte hier blass vor Neid werden, die ist um ein Vielfaches höher bewertet.

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