BYD notiert aktuell bei 9,53 Euro und gehört damit derzeit sicherlich nicht zu den Favoriten am Markt. Innerhalb von fünf Handelstagen hat die Aktie rund 6,2 % verloren. Auch der Abstand zu den wichtigen Trendindikatoren fällt deutlich aus: Gegenüber dem GD100 liegt der Titel 11,9 % zurück, zur 200-Tage-Linie sind es sogar 13,9 %. Charttechnisch bleibt die Ausgangslage damit angespannt.
Dennoch richtet sich der Blick vieler Beobachter zunehmend auf die operative Entwicklung des Konzerns. BYD treibt den Ausbau seiner internationalen Präsenz voran und will die Produktion in Ungarn bereits im vierten Quartal starten. Dieser Schritt könnte die Position des Unternehmens auf dem europäischen Markt erheblich stärken. Dies wiederum ist auch das Ziel. Nach aktuellen Erklärungen möchte BYD in fünf Jahren die Weltmarktführerschaft erreichen.
BYD: Die Zuversicht kennt keine Grenzen
Zudem verweist die Unternehmensführung auf mehrere technologische Fortschritte. Als wichtige Wachstumstreiber gelten die Blade-Batterie der zweiten Generation, neue Flash-Charging-Lösungen sowie weitere Produktinnovationen. Nach Einschätzung des Managements schaffen diese Entwicklungen die Grundlage für eine langfristig deutlich höhere Marktstellung.
Auch die Nachfrage entwickelt sich weiterhin ordentlich. Vor allem außerhalb Chinas wächst das Geschäft inzwischen. Das bisherige Jahresziel von 1,5 Millionen Fahrzeugen im Ausland könnte nach aktuellen Einschätzungen sogar übertroffen werden. Entsprechend positiv bleiben viele Analysten gestimmt und sehen für die Aktie weiterhin erhebliches Aufwärtspotenzial. Hier werden Kursziele von mehr als 14 Euro genannt. Das ist ein Potenzial von deutlich mehr als 40 %! Lediglich Chartanalysten und die technische Analyse sind derzeit der Meinung, die Aktie müsse sich erst einmal von den Rückschlägen erholen.
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