Ruhige Schlusskurse, unruhige Schlagzeilen: Die vergangene Woche war für die chinesische BYD und deren Aktionäre anstrengend. Unter dem Strich schloss die bei 10,34 Euro und bewegte sich damit kaum. Gleichzeitig erschien der Konzern kurzfristig auf einer Liste des US-Verteidigungsministeriums, die chinesische Militärunternehmen aufführte. Wenige Minuten später verschwand der Eintrag wieder. Das Pentagon gab keine Erklärung ab.
Die Vorgehensweise ist spektakulär. Damit wäre BYD quasi Mitglied einer schwarzen Liste bezogen auf die Geschäfte mit dem Verteidigungsministerium der USA gewesen. Dies hätte auch an anderen Stellen Unruhe ausgelöst, ggf. selbst auch in den USA oder in anderen westlichen Ländern, den US-Verbündeten. Seltsam ist auch, wie schnell die Aktie wieder von dieser Liste verschwand.
BYD: Ok – schwarze Liste ist vergessen!
Die Eskalation in den Handelsbeziehungen kam damit schnell und ging auch ebenso rasch wieder. Damit bleibt der Blick auf die wahre Lage.
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Parallel meldete BYD im Januar erneut rückläufige Verkaufszahlen im Jahresvergleich. Es war der fünfte Monat in Folge mit einem Minus. Veränderungen bei Förderprogrammen in China trafen insbesondere günstigere Fahrzeugmodelle. Diese Entwicklung verstärkte den bestehenden Abwärtstrend der Aktie bzw. die Unsicherheit am Markt.
Im Ausland zeigte sich ein anderes Bild. Die Verkäufe außerhalb Chinas legten zu, im November 2025 bspw. in der EU ggb. dem Jahr zuvor um mehr als 200 %. Allerdings waren die Verkäufe noch auf niedrigem Niveau. Dennoch: Auch in Lateinamerika mischt die BYD die Märkte auf. Denn in Mexiko bemüht sich BYD nun um eine ehemalige Mercedes-Fabrik und damit -produktionsstätte. Konkurrent dabei ist Geely, gleichfalls aus China.
Analysten heben den Daumen ohnehin. Rund 14 Euro seien möglich, so das durchschnittliche Kursziel der Experten.
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