BYD produziert wieder interessante Nachrichten. Die Aktie selbst allerdings ist in einer mehr als dramatischen Verfassung. Die Notierungen sind auch am Dienstag an den deutschen Aktienmärkten nach unten gekippt, wenn auch nur vergleichsweise wenig.

Annähernd 1 % oder, je nach Börsenplatz, sogar etwas über 1 % Verlust verzeichnen die Börsen. 8,03 Euro ist die Aktie derzeit, je nach Börsenplatz, noch wert. Das ist in der historischen Sicht zu diesem Papier enorm wenig, und dennoch ist die Aktie derzeit an den Märkten quasi außer Rand und Band.

BYD: Da lohnt sich das Hinsehen

Dennoch ist das Unternehmen selbst wirtschaftlich ausgesprochen interessant. So zumindest ist es nach Ansicht der Analysten, die den Aktienkurs im Durchschnitt bei circa 14 Euro oder sogar etwas darüber taxieren. Die Notierungen liegen also derzeit um vielleicht 60 % unterhalb der Ziele der Analysten.

Dies hat auch Gründe, die darin liegen, dass BYD die Expansion tatsächlich gelingt. So wurde nun bekannt, dass in Brasiliens São Paulo 500 neue E-Busse integriert werden sollen. Die Hälfte davon sei von BYD. Solche Nachrichten aus Lateinamerika oder auch aus Europa sind inzwischen zumindest kein Zufall mehr. Das Unternehmen expandiert massiv.

In einer besonderen Situation steckt vor allem die Fertigung in Brasilien. Dort werden nicht nur Fahrzeuge produziert und verkauft, sondern dort soll nach den jüngsten Nachrichten auch die Batterieproduktion weiter ausgebaut werden. Das hat sicher auch politische Vorteile, insofern BYD dann dort als quasi lokaler Produzent wahrgenommen wird.

Dasselbe gilt auch für Europa, wo ein zweiter Standort aufgebaut werden soll. BYD überrollt die fremden Märkte nicht nur, sondern baut dort auch Produktionsstandorte auf. Insofern ist die Zuversicht der Analysten entgegen der Verhaltensweise der Börsen sicherlich zumindest nachvollziehbar.