BYD hat im Juli den bislang stärksten Verkaufsmonat des laufenden Jahres erzielt und damit ein weiteres Signal für die zunehmende Erholung des Geschäfts gesetzt. Mit weltweit 419.211 ausgelieferten Fahrzeugen übertraf der chinesische Elektroautobauer das Vorjahresniveau um rund 22 % und knüpfte an die zuletzt deutlich verbesserte Entwicklung an. Dabei setzt BYD zunehmend auf die Expansion. Der Markt belohnte die Entwicklung.

Auch gestern konnte BYD rund 2 % zulegen und kam auf einen Kurs von 10,51 Euro. Gleichzeitig nähert sich die Aktie einer charttechnisch wichtigen Zone rund um die 200-Tage-Linie, deren nachhaltige Rückeroberung von vielen Marktteilnehmern als positives Signal für den mittelfristigen Trend gewertet wird. 1,22 % fehlen jetzt noch.

BYD: Die Expansion funktioniert

Die Zahlen sind eindeutig positiv Außerhalb Chinas setzte der Konzern rund 180.000 Fahrzeuge ab und steigerte seine Verkäufe damit um mehr als 124 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Das Exportgeschäft gewinnt damit weiter an Gewicht und gleicht die anhaltend schwächere Nachfrage auf dem Heimatmarkt zunehmend aus. Auch im Gesamtjahr macht sich diese Dynamik bemerkbar: Nach den ersten sieben Monaten summieren sich die Auslieferungen auf rund 2,23 Millionen Fahrzeuge, wodurch sich der Rückstand auf das Vorjahr spürbar verkleinert hat.

Parallel treibt der Hersteller den Ausbau seines Modellportfolios voran. Mit dem Great Han soll Ende August ein neues Premiumfahrzeug der Dynasty-Serie vorgestellt werden. Das Modell setzt auf die zweite Generation der Blade Battery, bietet eine Reichweite von bis zu 1.008 Kilometern und soll dank einer Ladeleistung von bis zu 1.500 kW den Akkustand innerhalb von fünf Minuten von 10 auf 70 % erhöhen. Damit will BYD seine Position auch im teuren Segment weiter ausbauen.

Trotz der positiven Entwicklung bleibt das Jahresziel ambitioniert. Um die angestrebten 5 bis 5,5 Millionen Fahrzeuge im Gesamtjahr zu erreichen, müsste der Konzern in den verbleibenden Monaten durchschnittlich rund 530.000 Fahrzeuge pro Monat verkaufen und den bisherigen Rekordwert damit nochmals deutlich übertreffen.

Analysten glauben wohl daran. Die Kursziele liegen noch einmal rund 35 % über den aktuellen Bewertungen.