30.000 Testkilometer könnten für neue Elektroautos in China künftig vorgeschrieben werden. Noch ist das keine endgültige Regel, doch die diskutierte Verdoppelung der Straßenerprobung würde BYD direkt betreffen. Der Konzern lebt von einer hohen Schlagzahl neuer Modelle und Varianten.
Auslöser sind Qualitätskontrollen der chinesischen Behörden. Dabei wurden Fahrzeuge verschiedener Hersteller beanstandet. Bei BYD fiel ein Qin L DM-i auf: In einem bestimmten Betriebsmodus lag der ermittelte Verbrauch über dem angegebenen Wert. Die Untersuchung ist deshalb mehr als eine einzelne Produktmeldung. Sie kann in strengere Zulassungs- und Testanforderungen für die Branche münden.
BYD hat gleichzeitig eine andere große Baustelle: Das Wachstum soll stärker aus dem Ausland kommen. Dort haben sich die Verkäufe zuletzt ungefähr verdoppelt. Die Expansion ist nötig, weil der Wettbewerb in China hoch bleibt. Die August-Zahlen zeigen jedoch, dass nicht jede Marke des Konzerns gleichermaßen profitiert. Während BYD selbst und Fang Cheng Bao besser abschnitten, gingen die Verkäufe von Denza und Yangwang zurück.
BYD zeigt sich weiterhin im Abwärtstrend!
Die Aktie reagierte am Freitag mit einem Minus von 0,52 % und schloss in Frankfurt bei 9,44 Euro. Der Rückgang über einen Monat beträgt 8,81 %. Diese Kursentwicklung steht damit in deutlichem Abstand zu den hohen Wachstumsraten des Exportgeschäfts.
Für die Beurteilung der nächsten Absatzzahlen reicht die Gesamtzahl der verkauften Fahrzeuge deshalb nicht. Interessant ist, wie viel Wachstum tatsächlich aus dem Ausland kommt und welche Marken dazu beitragen. Eine zweite Zahl könnte bald ebenso wichtig werden: die endgültige Länge der vorgeschriebenen Straßentests.
Sollte China 30.000 Kilometer verbindlich machen, verändert sich der Entwicklungsprozess für neue Modelle. BYD müsste dann das hohe Tempo seiner Produktoffensive mit längeren Prüfstrecken verbinden. Ob und wann die Aufsicht diese Verschärfung beschließt, ist damit eine konkrete regulatorische Frage für den Konzern.
Für die Markenstrategie ist die Aufteilung der August-Verkäufe wichtiger als eine einzige Konzernsumme. Denza und Yangwang bedienen höher positionierte Segmente. Rückgänge dort treffen deshalb einen anderen Teil des Angebots als Zuwächse bei der Kernmarke oder Fang Cheng Bao.
Die Exportzahlen und die Markenentwicklung sollten getrennt gelesen werden. Ein starkes Auslandsgeschäft kann Rückgänge einzelner Marken rechnerisch überdecken. Deshalb sind die August-Daten von Denza und Yangwang für die Produktmischung relevant.
BYD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BYD-Analyse vom 5. September liefert die Antwort:
Die neusten BYD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BYD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 5. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BYD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

