Die Aktie von BYD konnte sich gestern in Deutschland wieder kräftiger aufwärts schieben. Sie kam auf ein Plus von 1,07 % und einen Schlusskurs von 10,07 Euro. Immerhin. BYD meldet sich zum Wochenschluss zurück, obwohl die Aktie in den vergangenen fünf Handelstagen noch immer mehr als 8 % verloren hat. Die Börse liefert damit ein interessantes Bild. Wirtschaftlich betrachtet wächst der Konzern weiter mit enormem Tempo, an den Märkten bleibt die Stimmung trotzdem wechselhaft.
Zuletzt war gemeldet worden, dass BYD ein aktualisiertes Modell von Denza (ein SUV-Fahrzeug) auf den Markt bringt. Damit war allerdings der Markt nicht zu beeindrucken. Auch die jüngsten Meldungen, wonach der Absatz von E-Fahrzeugen in Europa wegen der hohen Spritpreise steigt, half hier nur bedingt.
BYD: Es geht am Ende um Preise und Technik
Besonders auffällig wirkt derzeit noch immer die Entwicklung rund um die neue Batteriegeneration. Die Blade Battery gilt inzwischen als eines der wichtigsten Projekte im weltweiten Elektroautomarkt. Vor allem die Ladezeiten rücken dabei in den Mittelpunkt. BYD arbeitet daran, große Teile der Batteriekapazität innerhalb weniger Minuten wieder verfügbar zu machen.
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Gleichzeitig entsteht in China eine gigantische Infrastruktur. Bis Jahresende sollen rund 20.000 Schnellladestationen aufgebaut werden. Die Technik nutzt zusätzliche Pufferbatterien, damit hohe Ladeleistungen dauerhaft stabil bleiben.
Die Börse konzentriert sich aktuell allerdings stärker auf den Konkurrenzkampf innerhalb Chinas. Mehrere Hersteller bringen neue Modelle auf den Markt. Xpeng kündigte zuletzt ein neues SUV zur Stärkung des Premiumsegments an. Chery prüft den Einstieg in den US Markt. Zusätzlich treiben hohe Ölpreise die Nachfrage nach Elektroautos in Europa spürbar an.
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BYD selbst bleibt wirtschaftlich enorm groß. Für 2026 erwarten Analysten einen Umsatz von rund 914 Milliarden Chinesische Yuan. 2027 könnten die Erlöse bereits auf mehr als eine Billion Chinesische Yuan steigen. Der Nettogewinn soll gleichzeitig von rund 41 Milliarden auf über 51 Milliarden Chinesische Yuan wachsen.
Charttechnisch bleibt die Lage dennoch schwierig. Die Aktie verlor innerhalb eines Monats mehr als 14 %. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf knapp 4 %. Immerhin: 10 Euro haben als Unterstützung noch gehalten und helfen etwas. Analysten erwarten aber Kurse von über 13 Euro!
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