Einen herben Abschlag verbucht heute die Aktie von BYD. Die Notierungen sind damit auf 8,19 Euro angekommen. Das ist ernüchternd, zumal die Aktie zuvor zweimal hintereinander knapp gewonnen hatte. Das könnte darauf hindeuten, dass die Märkte sich nach ihrem Abwärtsmarsch deutlich beruhigen, hofften die Beobachter. Denn: BYD hatte zuletzt innerhalb von nur einer Woche immerhin 14 % hinnehmen müssen und innerhalb von vier Wochen 13,9 % an Wert verloren.
BYD: Sie haben noch Angst
Damit hat sich die Aktie extrem weit in den Abwärtstrend bewegt. 21 % Abstand zur 200-Tage-Linie dokumentieren, dass sich die Notierungen derzeit technisch in einem sehr starken Abwärtstrend befinden. Charttechniker sind derselben Meinung. Die Aktie hatte spätestens mit dem Unterschreiten der Marke von 10 Euro klargemacht, dass hier so schnell zumindest kein Trendwechsel zu vermuten ist.
Das Ganze hätte entweder aus der politischen oder aus der wirtschaftlichen Ecke kommen müssen. Aus der politischen Ecke kommt derzeit wenig. Die EU hat offensichtlich angesichts der steigenden Sorgen, wonach chinesische Hersteller insgesamt den E-Fahrzeugmarkt in Europa überrollen könnten, eher zurückhaltend reagiert.
Dies ist zumindest eine fragwürdige Wahl, insofern die chinesischen Unternehmen, wie zum Beispiel vor allem BYD, damit begonnen haben, in Europa zu produzieren oder künftig in Europa für den europäischen Markt zu produzieren. Damit umgeht man unter anderem die Zölle.
Die Angst vor den Chinesen ist wahrscheinlich berechtigt. Die Absatzzahlen steigen hier, und im Sommer werden wohl acht neue Modelle von BYD am europäischen Markt vorgestellt und etabliert. Die Expansionsstärke des Unternehmens war in den vergangenen Jahren noch nicht so ausgeprägt. Das soll sich ändern. 1,5 bis 1,6 Millionen Fahrzeuge sollen im laufenden Jahr im Ausland verkauft werden.
BYD muss damit dem schwachen chinesischen Markt entgegentreten. Der chinesische Markt zeigte vor allem eine Rabattschlacht im Wettbewerb mit anderen Unternehmen aus China. Das Unternehmen ist zudem nach Wahrnehmung der Analysten offensichtlich besser aufgestellt. Die Börse selbst mag das noch nicht glauben. Die Kursziele liegen teilweise bei über 14 Euro. Davon ist an den Aktienmärkten noch nicht viel zu sehen.
Wie beschrieben: Die Unterstützungen nach unten könnten zunächst einmal erreicht sein, da zumindest der zweite Tag hintereinander recht solide verlaufen ist.
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