BYD-Aktie: Wie kann man sich so irren?

BYD expandiert in Europa durch mögliche Werksübernahmen, während Gewinneinbrüche im Heimatmarkt die Aktie belasten.

BYD Aktie - Beitragsbild
Kurz & knapp:
  • Aktienkurs weiterhin unter Druck
  • Expansion durch Übernahme von Stellantis-Werken
  • Exportverkäufe steigen um fast 60 Prozent
  • Nettogewinn im Heimatmarkt halbiert sich

Weitere -2,1 % gab gestern die chinesische BYD nach. Die Notierungen sind aber am Ende immerhin auf einen Kurs von über 10 Euro gelaufen: 10,01 Euro stehen auf den Tafeln. Das beruhigt die Chartanalysten zur Aktie von BYD.

Dabei wären die Voraussetzungen nicht schlecht, wie auch Analysten meinen: In Europas Autoindustrie verschieben sich die Kräfte immer deutlicher. Während traditionsreiche Hersteller Werke schließen oder Produktionslinien reduzieren, nutzt BYD genau diese Situation für den eigenen Ausbau. Der chinesische Konzern verfolgt inzwischen eine Strategie, die weit über den Verkauf günstiger Elektroautos hinausgeht.

Kurzfristig bleibt das Papier unter Druck, doch operativ treibt BYD seine Expansion mit hoher Geschwindigkeit voran. Besonders die Gespräche über mögliche Übernahmen bestehender Fabriken zeigen, wie konsequent das Unternehmen seinen Einfluss in Europa ausbauen möchte.

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BYD: Das ist ein großer Punkt – die EU

Im Fokus stehen dabei ungenutzte Produktionsstätten von Stellantis. Statt Milliarden in neue Anlagen zu investieren, könnte BYD bestehende Werke übernehmen und sofort mit der Fertigung beginnen. Das spart Zeit und reduziert gleichzeitig politische Risiken rund um mögliche Importzölle.

Die Zahlen zeigen allerdings auch die schwierige Lage im chinesischen Heimatmarkt. Der Gesamtabsatz sank zuletzt deutlich. Gleichzeitig gerieten die Gewinne durch aggressive Preisnachlässe massiv unter Druck. Der Nettogewinn halbierte sich nahezu.

Trotzdem wächst der internationale Bereich mit hoher Geschwindigkeit. Die Exportverkäufe legten um fast 60 % zu. Besonders Europa gewinnt für den Konzern an Bedeutung. Inzwischen stammt fast jedes zweite exportierte Fahrzeug aus internationalen Märkten.

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Zusätzlich setzt BYD verstärkt auf neue Marktsegmente. Neben klassischen Elektroautos rücken Hybridmodelle und Premiumfahrzeuge stärker in den Vordergrund. Selbst ein mögliches Interesse an etablierten Luxusmarken wurde zuletzt öffentlich diskutiert.

Technologisch versucht BYD ebenfalls neue Maßstäbe zu setzen. Die neuesten Batteriesysteme verkürzen Ladezeiten erheblich und verbessern gleichzeitig die Alltagstauglichkeit bei extremen Temperaturen.

Analysten sehen die Aktie im Mittel bei mehr als 13 Euro. Die Märkte noch nicht. Wer hat jetzt Recht?

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Über Mirko Hennecke 2109 Artikel

Mirko Hennecke ist ein aufstrebender Wirtschaftsjournalist, der mit 25 Jahren bereits eine beeindruckende Karriere vorweist. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Analysen, klare Sprache und ein tiefes Verständnis globaler wirtschaftlicher Zusammenhänge aus.
Spezialisiert auf internationale Finanzmärkte, Wirtschaftspolitik und makroökonomische Entwicklungen, verbindet er präzise Recherche mit einer frischen, zugänglichen Perspektive.

Seine journalistische Laufbahn begann in einer renommierten deutschen Wirtschaftsredaktion, wo er durch analytisches Denken und prägnante Berichterstattung schnell Aufmerksamkeit erregte. Stationen in London und Zürich vertieften sein Verständnis für die europäische Finanzwelt und globale Marktmechanismen. Heute arbeitet Mirko als unabhängiger Journalist und veröffentlicht regelmäßig in führenden Wirtschafts- und Fachmedien im deutschsprachigen Raum, darunter angesehene Publikationen.

Mirko hat einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften (B.Sc.) von einer deutschen Spitzenuniversität, ergänzt durch ein Zertifikat in Finanzjournalismus. Seine Artikel bieten nicht nur Orientierung in komplexen Themen, sondern wurden auch mehrfach ausgezeichnet, darunter ein Nachwuchsjournalismus-Preis im Jahr 2023. Als gefragter Gastautor trägt er zudem zu internationalen Plattformen bei, wo er wirtschaftspolitische Trends und makroökonomische Analysen beleuchtet.

Mit einem Gespür für aktuelle Entwicklungen und einer klaren Handschrift ist Mirko Hennecke eine Stimme, die in der Wirtschaftsberichterstattung gehört wird – sachlich, fundiert und stets am Puls der Zeit.