Weitere -2,1 % gab gestern die chinesische BYD nach. Die Notierungen sind aber am Ende immerhin auf einen Kurs von über 10 Euro gelaufen: 10,01 Euro stehen auf den Tafeln. Das beruhigt die Chartanalysten zur Aktie von BYD.
Dabei wären die Voraussetzungen nicht schlecht, wie auch Analysten meinen: In Europas Autoindustrie verschieben sich die Kräfte immer deutlicher. Während traditionsreiche Hersteller Werke schließen oder Produktionslinien reduzieren, nutzt BYD genau diese Situation für den eigenen Ausbau. Der chinesische Konzern verfolgt inzwischen eine Strategie, die weit über den Verkauf günstiger Elektroautos hinausgeht.
Kurzfristig bleibt das Papier unter Druck, doch operativ treibt BYD seine Expansion mit hoher Geschwindigkeit voran. Besonders die Gespräche über mögliche Übernahmen bestehender Fabriken zeigen, wie konsequent das Unternehmen seinen Einfluss in Europa ausbauen möchte.
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BYD: Das ist ein großer Punkt – die EU
Im Fokus stehen dabei ungenutzte Produktionsstätten von Stellantis. Statt Milliarden in neue Anlagen zu investieren, könnte BYD bestehende Werke übernehmen und sofort mit der Fertigung beginnen. Das spart Zeit und reduziert gleichzeitig politische Risiken rund um mögliche Importzölle.
Die Zahlen zeigen allerdings auch die schwierige Lage im chinesischen Heimatmarkt. Der Gesamtabsatz sank zuletzt deutlich. Gleichzeitig gerieten die Gewinne durch aggressive Preisnachlässe massiv unter Druck. Der Nettogewinn halbierte sich nahezu.
Trotzdem wächst der internationale Bereich mit hoher Geschwindigkeit. Die Exportverkäufe legten um fast 60 % zu. Besonders Europa gewinnt für den Konzern an Bedeutung. Inzwischen stammt fast jedes zweite exportierte Fahrzeug aus internationalen Märkten.
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Zusätzlich setzt BYD verstärkt auf neue Marktsegmente. Neben klassischen Elektroautos rücken Hybridmodelle und Premiumfahrzeuge stärker in den Vordergrund. Selbst ein mögliches Interesse an etablierten Luxusmarken wurde zuletzt öffentlich diskutiert.
Technologisch versucht BYD ebenfalls neue Maßstäbe zu setzen. Die neuesten Batteriesysteme verkürzen Ladezeiten erheblich und verbessern gleichzeitig die Alltagstauglichkeit bei extremen Temperaturen.
Analysten sehen die Aktie im Mittel bei mehr als 13 Euro. Die Märkte noch nicht. Wer hat jetzt Recht?
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