Mit 8,28 Euro und einem Tagesverlust von 2,82 % hat die BYD-Aktie den Handel zum Wochenschluss schwach beendet. Der Rückgang fügt sich in eine bereits länger anhaltende Korrektur ein. Innerhalb einer Woche verlor das Papier 6,93 %, auf Monatssicht summiert sich das Minus auf 19,09 % und seit Jahresbeginn beträgt der Abschlag 22,71 %. Am Wochenende notiert die Aktie nur noch knapp über ihrem Wochentief von 8,09 Euro und deutlich unter den wichtigen gleitenden Durchschnitten.
Es sieht an den Börsen für die BYD daher weiterhin recht mau aus, die Aktie ist sehr tief im Abwärtstrend.
BYD: Das ist und bleibt eine Schwäche
Auslöser der jüngsten Zurückhaltung ist jedoch nicht das wirtschaftliche Geschäft, sondern vor allem die Sorge vor einem immer härteren Wettbewerb auf dem chinesischen Automarkt. Gleichzeitig arbeitet BYD mit Hochdruck daran, die Abhängigkeit vom Heimatmarkt zu verringern. Ein wichtiger Schritt ist nun der Einstieg in Südkorea. Auf der Busan International Mobility Show stellte der Konzern mit dem Sealion 6 DM i erstmals ein Plug in Hybridmodell speziell für diesen Markt vor. Das Fahrzeug startet dort zu einem Preis von umgerechnet rund 21.380 Euro und richtet sich gegen etablierte Anbieter wie Hyundai und Kia. Erste Vorbestellungen fallen nach Unternehmensangaben erfreulich aus.
Die internationale Expansion gewinnt zusätzlich an Gewicht, weil der Konzern im Mai rund 160.000 Fahrzeuge außerhalb Chinas auslieferte. Das entsprach einem Zuwachs von mehr als 80 % gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt produzierte BYD im selben Monat rund 383.000 Fahrzeuge. Diese Zahlen zeigen, dass das Auslandsgeschäft inzwischen einen immer größeren Beitrag zum Wachstum liefert.
Fundamental bleibt die Bewertung vergleichsweise moderat. Für 2026 wird das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf 14,4 geschätzt und für 2027 auf 11,4. Gleichzeitig rechnen Analysten mit einem Umsatzanstieg von 944 Milliarden chinesischen Yuan im Jahr 2026 auf mehr als 1,05 Billionen Yuan im Jahr 2027. Beim Nettogewinn erwarten Experten einen Anstieg von knapp 39 Milliarden auf mehr als 50 Milliarden Yuan. Die Nettoverschuldung soll gleichzeitig von gut 50 Milliarden Yuan auf einen negativen Wert drehen, womit BYD rechnerisch über mehr liquide Mittel als Finanzverbindlichkeiten verfügen würde.
Trotz des Kursrückgangs bleibt die Analystengemeinde überwiegend positiv. Das mittlere Kursziel liegt bei 106,96 chinesischen Yuan und damit rund 69,72 % über dem Freitagskurs. Beeindruckend!
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