Cameco hat die Produktion in seinen beiden Schlüsselminen wieder hochgefahren. Anfang Mai hatte Hochwasser die Smoothstone River Bridge beschädigt und die Lieferkette unterbrochen. Seit dem 30. Mai läuft die Förderung in McArthur River und Key Lake wieder uneingeschränkt.
Der Schaden an der Brücke führte zu kurzzeitigen Engpässen. Doch das Management hält an der Jahresprognose fest: 19,5 bis 21,5 Millionen Pfund Uran sollen 2026 insgesamt gefördert werden. Allein aus McArthur River und Key Lake kommen 14 bis 16,5 Millionen Pfund. Hinzu kommen 9,5 bis 10 Millionen Pfund aus der Cigar-Lake-Mine.
Die genauen Kosten und der Zeitplan für die dauerhafte Reparatur der Brücke stehen noch nicht fest. Marktbeobachter verfolgen die Entwicklung aufmerksam.
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Starke Kursentwicklung
Die Anleger reagieren positiv auf die schnelle Normalisierung. An der New Yorker Börse notierte die Aktie (NYSE: CCJ) zuletzt bei 112,70 Dollar. In Toronto schloss der Titel bei 154,91 kanadischen Dollar – ein Wochenplus von 7,1 Prozent. Seit Jahresbeginn summiert sich der Gewinn auf 23 Prozent.
Die Analysten bleiben zuversichtlich. Die CIBC bestätigt ihr „Outperformer“-Rating mit einem Kursziel von 200 kanadischen Dollar. Die National Bank of Canada setzt auf „Outperform“ und peilt 180 kanadische Dollar an. Barclays startete die Abdeckung zuletzt mit „Equal Weight“ und einem Kursziel von 108 US-Dollar.
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Branchentrends kommen entgegen
Der Uranmarkt profitiert von mehreren strukturellen Faktoren. Der kasachische Konkurrent Kazatomprom drosselt die Produktion. Gleichzeitig wächst die Nachfrage nach westlich gefördertem Kernbrennstoff – ein geopolitischer Trend, der Cameco direkt nützt.
Das erste Quartal 2026 unterstrich die finanzielle Stabilität: Der Nettogewinn lag bei 131 Millionen kanadischen Dollar. Das bereinigte EBITDA erreichte 509 Millionen kanadische Dollar. Mit langfristigen Lieferverträgen von durchschnittlich über 28 Millionen Pfund Uran pro Jahr für die nächsten fünf Jahre positioniert sich der Konzern als zentraler Akteur in der Debatte um Energieversorgungssicherheit und den wachsenden Strombedarf von KI-Infrastrukturen.
Cameco hat die operative Krise hinter sich gelassen. Die Aktie profitiert von der Produktionsstabilität und günstigen Branchentrends. Die Quartalszahlen Ende Juli werden zeigen, ob das Unternehmen das Tempo halten kann.
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