Campbell Soup setzt neue Prioritäten. Der US-Lebensmittelriese stoppt seine Aktienrückkäufe vollständig, um Schulden abzubauen und sein Kreditrating zu schützen.
Schwache Volumina belasten Umsatz
Die Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 zeichnen ein gemischtes Bild. Während der bereinigte Gewinn je Aktie mit 0,50 US-Dollar die Erwartungen übertraf, sank der organische Umsatz um vier Prozent. Vor allem der Absatzrückgang von fünf Prozent bereitet dem Management Sorgen.
CEO Mick Beekhuizen reagiert mit einem harten Effizienzprogramm. Bis zum Geschäftsjahr 2028 will der Konzern insgesamt 375 Millionen US-Dollar einsparen. Rund 200 Millionen US-Dollar dieser Zielsumme hat das Unternehmen bereits realisiert.
Hohe Kosten für Energie und Fracht belasten die Margen weiterhin. Preiserhöhungen sieht der Vorstand nur als letztes Mittel gegen den Inflationsdruck. Parallel dazu prüft die Führung eine Straffung des Portfolios, da besonders die Snack-Sparte zuletzt vier Prozent Umsatz verlor.
Um den Volumenschwund bei Suppen zu stoppen, setzt Campbell auf neue Kooperationen. Eine Partnerschaft mit Buffalo Wild Wings soll junge Käufer ansprechen. Ziel ist es, mit kräftigen Geschmacksrichtungen den Trend zu Mahlzeiten in den eigenen vier Wänden zu nutzen.
Technische Warnsignale nach Kursrally
An der Börse notiert das Papier aktuell bei 19,68 Euro. Trotz eines leichten Tagesminus hat die Aktie im letzten Monat über 14 Prozent an Wert gewonnen. Damit liegt der Kurs deutlich über dem 50-Tage-Durchschnitt von 17,94 Euro.
Mit einem Relative-Stärke-Index (RSI) von 69,1 nähert sich der Titel jedoch der überkauften Zone. Analysten bleiben deshalb vorsichtig. Eine nachhaltige Trendwende hängt davon ab, ob die Integration von Premium-Marken wie Rao’s gelingt.
Die Dividende bleibt stabil. Am 3. August 2026 schüttet Campbell Soup 0,39 US-Dollar je Aktie an die Anteilseigner aus. Für das Gesamtjahr 2026 hält der Vorstand an seiner Gewinnprognose von bis zu 2,25 US-Dollar je Aktie fest.
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