Canaan Aktie: Rekordumsatz, Rekordverlust

Der Mining-Hardware-Hersteller Canaan meldet für 2025 einen starken Umsatzanstieg, schreibt jedoch hohe Verluste. Winterstürme und Wertverluste bei Krypto-Reserven belasten das Geschäft.

Canaan Aktie
Kurz & knapp:
  • Umsatz steigt im Q4 um 121 Prozent
  • Verlust von 85 Millionen Dollar im Quartal
  • Bitcoin-Förderung im Januar deutlich gesunken
  • Neue Energie- und Privatkundenstrategie für 2026

Die Mining-Spezialistin Canaan hat am Montag ihre Zahlen für das vierte Quartal und Gesamtjahr 2025 vorgelegt – und die fallen widersprüchlich aus. Der Umsatz kletterte im Schlussquartal auf 196,3 Millionen Dollar, ein Plus von 121 Prozent gegenüber dem Vorjahr und 30 Prozent mehr als im dritten Quartal. Damit übertraf das Unternehmen sogar die eigene Prognose. Doch der Gewinn? Fehlanzeige. Unter dem Strich stand ein Verlust von 85 Millionen Dollar – deutlich höher als von Analysten erwartet.

Der Aktienkurs spiegelt die Ernüchterung wider: Mit 0,61 Dollar hat das Papier in den vergangenen zwölf Monaten mehr als 65 Prozent an Wert verloren. Und die jüngsten operativen Updates zeigen: Der Januar 2026 verlief nicht besser. Trotz steigender Hashrate und Rekord-Krypto-Reserven schürfte Canaan nur 83 Bitcoin – deutlich weniger als im Vorquartal.

Wettersturm bremst Mining-Geschäft

CEO Nangeng Zhang verwies auf makroökonomische Gegenwind und Winterstürme in Nordamerika, die das Geschäft belasteten. Der Winter Storm Fern zwang das Unternehmen zu massiven Stromabschaltungen in mehreren Mining-Anlagen. Die operative Hashrate lag Ende Januar bei 6,63 Exahashes pro Sekunde – bei einer installierten Kapazität von über 10 Exahashes. Fast 40 Prozent der Rechenleistung blieben also ungenutzt.

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Immerhin: Die Krypto-Reserven erreichten mit 1.778 Bitcoin und 3.951 Ethereum einen neuen Höchststand. Canaan wandelte Einnahmen aus dem Verkauf von Mining-Maschinen in digitale Währungen um. Das ist eine Wette auf steigende Kurse – die bislang aber nicht aufgegangen ist. Im vierten Quartal verzeichnete das Unternehmen allein 44,3 Millionen Dollar Verlust durch den Wertverlust seiner Kryptowährungen.

Gigawatt-Ambitionen für 2026

Für das erste Quartal 2026 rechnet Canaan mit Erlösen zwischen 60 und 70 Millionen Dollar – ein deutlicher Rückgang. Der Fokus liegt jetzt auf Energieprojekten und Privatkundengeschäft. In den USA will das Unternehmen bis Ende 2026 direkte Stromkapazitäten im Gigawatt-Bereich sichern. Ein 3-Megawatt-Pilotprojekt in Kanada zur Wärmerückgewinnung aus Mining-Servern läuft bereits. Damit will Canaan die Wirtschaftlichkeit seiner Anlagen steigern und gleichzeitig in Bereiche wie Gewächshäuser expandieren.

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Die Produktpalette Avalon Home für Privatkunden soll ausgebaut werden. Nach „starkem Interesse“ 2025 setzt CEO Zhang auf höhere Margen bei geringerer Kapitalintensität. Parallel läuft ein Aktienrückkaufprogramm über 30 Millionen Dollar – bislang wurden 2,8 Millionen ADSs für 2 Millionen Dollar zurückgekauft.

Ob die Strategie aufgeht, hängt maßgeblich von der Bitcoin-Preisentwicklung ab. Bei weiter schwachen Kursen dürfte Canaan trotz Umsatzwachstum in der Verlustzone bleiben. Die nächsten Monate werden zeigen, ob die Gigawatt-Pläne mehr als nur Zukunftsmusik sind.

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