Nord Precious Metals Mining rückt näher an den Produktionsstart in Ontario. Während das Analysehaus Couloir Capital die Beobachtung des Unternehmens aufnimmt, verliert die Aktie am Donnerstag rund acht Prozent auf 0,14 USD. Das Papier bewegt sich damit in einem volatilen Umfeld, das zuletzt durch eine annualisierte Schwankungsbreite von fast 77 Prozent geprägt war.

Strategiewechsel und integriertes Modell

Die Analysten sehen in der Neuausrichtung des ehemaligen Unternehmens Canada Cobalt Works Potenzial für eine Neubewertung. Im Zentrum steht eine Strategie, die auf geringe Investitionskosten und die Nutzung bestehender Infrastruktur setzt. Durch die Kombination des Castle-Projekts mit einer eigenen, bereits genehmigten Aufbereitungsanlage will das Management Bohrdaten direkt in verkaufbares Metall ummünzen. Die Anlage hat ihre Einsatzfähigkeit bereits durch die Herstellung von veredeltem Silber-Doré unter Beweis gestellt.

Parallel dazu hat das Unternehmen den Gowganda Silver Camp konsolidiert. Ende März 2026 wurden vier strategische Bergbaupachtverträge abgeschlossen, die zuvor getrennte Areale unter einer Führung vereinen. Eine laufende Bohrkampagne über 30.000 Meter soll nun neue Silber-Kobalt-Adern in den historischen Grenzgebieten erschließen, die von früheren Betreibern unberührt blieben.

Rückgewinnung und technologische Nische

Ein zweites Standbein bildet die Rückgewinnung von Silber aus alten Abraumhalden. Hierfür wurde Anfang April die Firma T Engineering beauftragt, um die technischen Vorbereitungen für einen Pilotbetrieb abzuschließen. Das Vorhaben nutzt eine spezielle Genehmigung der Provinz Ontario, die einen beschleunigten Weg zur Verarbeitung von Altbeständen ermöglicht.

Hinzu kommt das firmeneigene Re-2Ox-Verfahren. Diese Technologie soll komplexe Erze verarbeiten und dabei störende Elemente wie Arsen entfernen. Ziel ist die Produktion von Kobaltsulfat in technischer Qualität, um die nordamerikanische Lieferkette für Batterien zu bedienen.

Die Finanzierung dieser Vorhaben scheint vorerst gesichert. Mitte April schloss das Unternehmen eine Privatplatzierung ab, die einen Bruttoerlös von 1,75 Millionen Dollar einbrachte. Diese Mittel fließen vorrangig in das Projekt Castle East sowie in das allgemeine Betriebskapital.

Die technische Umsetzung der Silberrückgewinnung steht nun im Fokus. Mit dem Abschluss der Pilotphase und den Resultaten der laufenden Bohrkampagne liegen konkrete Meilensteine für das restliche Jahr 2026 vor.