Canamera Energy Metals stemmt sich gegen den Abwärtstrend an den Märkten. Während der Aktienkurs zuletzt auf 0,12 Euro nachgab, forciert das Unternehmen seine Explorationsprojekte in Nord- und Südamerika. Das Ziel: Die Deckung des massiven Bedarfs an Seltenen Erden bis zum Jahr 2034.

Neue Vorkommen in Kanada

Das Unternehmen setzt auf eine geografische Streuung außerhalb der traditionell dominierenden Regionen. In Ontario sicherte sich Canamera per Optionsvereinbarung das Projekt Rare Earth Ridge. Das Areal umfasst rund 7.320 Hektar. Es beherbergt geologische Formationen, die als primäre Quelle für Seltene Erden und Niob gelten.

Parallel dazu läuft am Schryburt Lake die Überprüfung historischer Daten. Hierfür kooperiert das Unternehmen mit Spezialisten der Stanford University. Diese Zusammenarbeit soll die Zielgenauigkeit für ein geplantes Bohrprogramm erhöhen. Mehrere Zielzonen stehen dabei im Fokus der Geologen.

Expansion in Brasilien

In Brasilien weitet Canamera seine Präsenz über das Projekt Turvolândia hinaus aus. Aktuelle Feldarbeiten in São Sepé konzentrieren sich auf schwere Seltene Erden in tonhaltigen Lagerstätten. Erste Daten deuten dort auf Vorkommen von Dysprosium und Terbium hin. Diese Metalle sind unverzichtbar für die Herstellung von Hochleistungsmagneten.

Für die Finanzierung dieser Vorhaben bis 2026 sammelte das Unternehmen rund 10,2 Millionen Dollar ein. Das Kapital fließt direkt in die laufenden Sommerprogramme in Kanada und den Ausbau der brasilianischen Standorte. Trotz der operativen Fortschritte notiert das Papier technisch im überverkauften Bereich. Ein Relative-Stärke-Index (RSI) von 23,4 unterstreicht den hohen Verkaufsdruck der letzten Wochen.

Westliche Industrien suchen händeringend nach stabilen Quellen für kritische Mineralien. Exportkontrollen für Magnet-Rohstoffe erhöhen die strategische Relevanz lokaler Vorkommen. Als nächster operativer Meilenstein steht ein Diamantbohrprogramm über 1.500 Meter in Ontario an.