Die politische Fantasie rund um eine US-Cannabis-Reform hat Canopy Growth wochenlang beflügelt. Nun weicht die Euphorie einer nüchternen Bestandsaufnahme. Am Mittwoch rutschte das Papier an der New Yorker Börse um über fünf Prozent auf 1,09 Dollar ab. Das Handelsvolumen zog dabei merklich an.
Zuvor hatte die Aktie um mehr als 30 Prozent zugelegt. Auslöser waren Berichte über eine bevorstehende Herabstufung von medizinischem Marihuana in den USA. Marktbeobachter sprechen nun von einer „Implementierungslücke“. Zwischen einer politischen Absichtserklärung und der tatsächlichen Veröffentlichung einer finalen Regelung vergeht Zeit. Hinzu kommt ein strukturelles Problem. Die erhofften Steuervorteile durch die US-Reform helfen kanadischen Produzenten ohne direkte US-Präsenz kurzfristig kaum weiter.
Technische Signale widersprechen sich
Das Chartbild spiegelt die aktuelle Unsicherheit wider. Einem frischen Kaufsignal im mittelfristigen Trend steht ein klares Verkaufssignal vom 22. April gegenüber. Seit diesem lokalen Hochpunkt hat das Papier bereits rund ein Fünftel seines Wertes eingebüßt. Einige technische Analysten stufen den Wert daher vorerst auf „Halten“ ab. Die Marktkapitalisierung pendelt sich derweil bei knapp einer halben Milliarde Dollar ein.
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Fokus rückt auf das operative Geschäft
Abseits der politischen Debatte rückt die operative Realität in den Vordergrund. Mitte März schloss Canopy Growth die Übernahme von MTL Cannabis ab, um die Position im kanadischen Heimatmarkt zu stärken. Der Konzern bezahlte den Zukauf mit einem Millionenbetrag in bar sowie der Ausgabe neuer Aktien.
Am 29. Mai legt das Management die Zahlen für das vierte Quartal vor. Der Marktkonsens rechnet mit einem Umsatz von rund 79 Millionen kanadischen Dollar. Im Zentrum steht dabei der laufende Umbau zu einem schlankeren Geschäftsmodell. Investoren erwarten konkrete Belege, dass die Restrukturierung den Konzern im kommenden Geschäftsjahr in Richtung eines positiven operativen Ergebnisses (EBITDA) steuert.
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