Canopy Growth steht kurz vor dem Abschluss der Übernahme von MTL Cannabis Corp. – und liefert gleichzeitig Quartalszahlen, die ein gemischtes Bild zeichnen. Kostensenkungen und eine verbesserte Bilanz stehen anhaltenden Margenverlusten gegenüber.
MTL-Deal mit breiter Zustimmung
Die Aktionäre von MTL Cannabis Corp. stimmten am 17. Februar 2026 auf einer außerordentlichen Hauptversammlung der geplanten Übernahme zu. Das Ergebnis war eindeutig: 99,97 % aller abgegebenen Stimmen und 99,80 % der Minderheitsaktionäre votierten für die Transaktion. Rund 89 % der Aktionäre nahmen an der Abstimmung teil.
Der Abschluss der Transaktion wird noch vor Ende März 2026 erwartet. Ausstehend sind noch regulatorische Genehmigungen, darunter die Zustimmung der Toronto Stock Exchange sowie eine Freigabe nach dem kanadischen Wettbewerbsgesetz.
Strategisch zielt die Übernahme darauf ab, Canopy Growths Stellung im kanadischen Medizinalcannabis-Markt zu stärken. MTL bringt mehrere lizenzierte Anbaubetriebe in Québec und Ontario sowie ein Netzwerk medizinischer Kliniken in Kanada mit. Im Zwölfmonatszeitraum bis September 2025 erzielte MTL einen Nettoumsatz von 84 Millionen Kanadischen Dollar, eine Bruttomarge von 51 % vor Fair-Value-Anpassungen und einen operativen Cashflow von 11 Millionen Kanadischen Dollar. Canopy erwartet durch die Transaktion jährliche Kosteneinsparungen von rund 10 Millionen Kanadischen Dollar, die innerhalb von 18 Monaten realisiert werden sollen.
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Quartalszahlen: Verluste schrumpfen, Margen unter Druck
Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 (Q3 FY2026) blieb der konsolidierte Nettoumsatz mit 75 Millionen Kanadischen Dollar gegenüber dem Vorjahreszeitraum stabil. Das kanadische Erwachsenengeschäft legte um 8 % auf 23 Millionen Kanadischen Dollar zu, getragen von Wachstum bei Infused Pre-Rolls und neuen Vape-Produkten. Der kanadische Medizinalcannabis-Bereich wuchs um 15 % auf ebenfalls 23 Millionen Kanadischen Dollar – bereits das sechste Quartal in Folge mit Umsatzwachstum.
Auf der anderen Seite sank die konsolidierte Bruttomarge um 300 Basispunkte auf 29 %, die Cannabis-Bruttomarge fiel auf 25 %. Der internationale Umsatz brach um 31 % ein, hauptsächlich wegen Lieferkettenproblemen in Europa. Sequenziell verbesserte sich das internationale Geschäft jedoch um 22 % gegenüber Q2 FY2026, da sich die Lieferungen nach Europa in der zweiten Hälfte des Quartals erholten.
Der Nettoverlust reduzierte sich im Jahresvergleich um 49 %. Der bereinigte EBITDA-Verlust schrumpfte um 17 % auf 3 Millionen Kanadischen Dollar – das dritte Quartal in Folge mit Verbesserung. Die Verwaltungs- und Vertriebskosten sanken bereinigt um 12 %, seit März 2025 hat das Unternehmen annualisierte Einsparungen von 29 Millionen Kanadischen Dollar erzielt.
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Bilanz stabilisiert, Aktie weiter schwach
Die Liquiditätslage hat sich deutlich verbessert: Zum 31. Dezember 2025 verfügte Canopy über liquide Mittel von 371 Millionen Kanadischen Dollar und eine Netto-Cash-Position von 146 Millionen Kanadischen Dollar. Eine Rekapitalisierung im Januar 2026 verschob alle ausstehenden Fälligkeiten auf das Jahr 2031 und beseitigte damit die zuvor bestehenden Zweifel an der Fortführungsfähigkeit des Unternehmens.
Trotzdem steht die Aktie erheblich unter Druck. Im vergangenen Jahr verlor sie rund 40 % an Wert, während der Branchendurchschnitt nur 16 % nachgab. Über fünf Jahre summiert sich der Kursverlust auf mehr als 99 %. Im laufenden Betrieb verbrannte das Unternehmen zuletzt 78,7 Millionen Kanadischen Dollar, der Gesamtverlust der vergangenen zwölf Monate beläuft sich auf 326,6 Millionen Kanadischen Dollar.
Hinzu kommt ein regulatorischer Faktor aus den USA: Präsident Trump unterzeichnete eine Verfügung zur Umstufung von Cannabis von Schedule I auf Schedule III, was den Zugang zu Bankdienstleistungen erleichtern und steuerliche Abzüge ermöglichen könnte. Eine vollständige Legalisierung in den USA bedeutet die Maßnahme jedoch nicht – für Canopy, das an der Nasdaq notiert ist, bleibt entsprechend Vorsicht geboten.
Mit dem erwarteten MTL-Abschluss noch vor Ende März und dem Geschäftsjahresende am 31. März 2026 rückt das Ziel eines positiven bereinigten EBITDA im Laufe des Geschäftsjahres 2027 näher – vorausgesetzt, die Margenprobleme lassen sich in den Griff bekommen.
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