Canopy Growth steht vor einem wichtigen Etappenziel: Die Übernahme von MTL Cannabis rückt näher, während die Zahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 zeigen, dass die Profitabilität weiter unter Druck bleibt. Dazu kommt ein stark gefallener Aktienkurs, der den Spielraum am Kapitalmarkt spürbar einengt. Kann der MTL-Deal die geplante Margenwende tatsächlich beschleunigen?
Q3: Umsatz stabil, Verluste kleiner
Im Quartal bis zum 31. Dezember blieb der Nettoumsatz im Jahresvergleich nahezu unverändert bei 74,5 Mio. CA$ (rund 54,5 Mio. US$). Positiv: Der Nettoverlust je Aktie verbesserte sich deutlich auf 0,18 CA$ nach 1,11 CA$ im Vorjahresquartal.
In Kanada legte das Medizinalgeschäft um 15% auf 23 Mio. CA$ zu. Auch der Freizeitmarkt wuchs: plus 8% auf ebenfalls 23 Mio. CA$. Treiber waren laut Unternehmen vor allem „infused“ Pre-Rolls sowie neue All-in-One-Vapes unter den Marken Tweed, 7ACRES und Claybourne.
Bei Storz & Bickel stieg der Nettoumsatz sequenziell um 45%, gestützt durch gute Verkäufe des neuen VEAZY-Vaporizers. International belasteten dagegen anhaltende Lieferkettenprobleme in Europa. Zudem verweist das Unternehmen auf schwierigere Vergleichswerte zum Vorjahr und eine weiterhin unsichere Konsumlaune.
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Auf der Margenseite blieb es zäh: Die Bruttomarge sank um 300 Basispunkte auf 29%. Als Gründe nennt Canopy geringere Verkäufe margenstärkerer internationaler Cannabisprodukte sowie höhere Wertberichtigungen auf Bestände. Immerhin: Der bereinigte EBITDA-Verlust verringerte sich auf 3 Mio. CA$ und lag damit auf dem bislang niedrigsten Niveau.
MTL-Übernahme: Zustimmung da, Abschluss im März erwartet
Mitte Februar erreichte die MTL-Transaktion einen zentralen Meilenstein. Die Aktionäre von MTL Cannabis stimmten der Übernahme auf einer außerordentlichen Versammlung am 17. Februar zu. 99,97% der abgegebenen Stimmen fielen zugunsten des Plans aus, die Beteiligung an der Abstimmung lag bei rund 89%.
Der Abschluss steht noch unter üblichen Bedingungen, darunter finale Gerichts- und weitere Drittgenehmigungen. Canopy erwartet den Vollzug vor Ende März.
Mit den erwarteten Skaleneffekten will das Management die Margen verbessern und im Geschäftsjahr 2027 ein positives bereinigtes EBITDA erreichen. Rückenwind soll auch eine im Januar abgeschlossene Rekapitalisierung liefern: Die Fälligkeiten der ausstehenden Schulden wurden auf 2031 verlängert. Kurzfristig peilt Canopy eine gemischte Bruttomarge im mittleren bis hohen 30%-Bereich an; die historische Margenentwicklung von MTL soll Bruttomarge und bereinigtes EBITDA stützen.
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Aktie unter Druck – und Europa als Hoffnungsträger
Der Kurs lag am Mittwoch bei 1,08 US$ und damit 7,69% unter dem Stand der Vorwoche. Die Marktkapitalisierung betrug rund 397,75 Mio. US$. Auf Jahressicht verlor die Aktie 40%, während die Branche im gleichen Zeitraum laut Quelle um 16% nachgab. Der Abstand zu früheren Hochs ist extrem: Vor fünf Jahren kostete die Aktie zeitweise über 300 US$.
Regulatorisch gab es in den USA zwar Bewegung: Präsident Donald Trump unterzeichnete eine Anordnung zur Umstufung von Cannabis von Schedule I auf Schedule III. Das kann den Zugang zu Bankdienstleistungen erleichtern und steuerlich helfen, weil normale Betriebsausgaben absetzbar werden. Eine Legalisierung ist damit aber nicht verbunden – Canopy betont deshalb weiterhin Vorsicht mit Blick auf die Nasdaq-Notierung. Für den US-THC-Markt verweist das Unternehmen auf sein Konstrukt über Canopy USA (nicht konsolidiert, nicht beherrschender Anteil), zu dessen Portfolio unter anderem Acreage Holdings gehört.
In Europa erwartet das Management eine schrittweise Verbesserung bis ins vierte Quartal hinein und weiter Richtung Geschäftsjahr 2027 – gestützt durch mehr Blütenangebot, breitere Sortenverfügbarkeit und Fortschritte bei EU-GMP, die Exportmöglichkeiten stärken sollen. Im dritten Quartal waren in Europa nur wenige Sorten verfügbar; bis Anfang des Geschäftsjahres 2027 rechnet das Unternehmen mit mehr als einem Dutzend. Die Anlage in Smiths Falls ist bereits EU-GMP-qualifiziert, zusätzliche Zertifizierungen werden verfolgt.
Bis Ende März dürfte damit vor allem der Vollzug der MTL-Übernahme der nächste konkrete Termin sein – und zugleich der Maßstab dafür, ob Canopy seine Margenziele und den Weg zu positivem bereinigtem EBITDA im Geschäftsjahr 2027 schneller unterfüttern kann.
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