Canopy Growth setzt alles auf Profitabilität. Bis zum Geschäftsjahr 2027 will der kanadische Branchenriese ein positives bereinigtes EBITDA erreichen. Das Ziel: weg von den Verlusten, hin zur finanziellen Stabilität.

Im medizinischen Segment verbucht das Unternehmen deutliche Fortschritte. Der Umsatz in Kanada stieg zuletzt um 27 Prozent. International legte das Geschäft sogar um 68 Prozent zu. Die Integration von MTL Cannabis für 125 Millionen Kanadische Dollar (CAD) festigt diese Position.

Effizienz im Fokus

Das Management rechnet mit Synergien von 10 Millionen CAD innerhalb der nächsten anderthalb Jahre. Parallel dazu sinkt der Mittelabfluss deutlich. Im abgelaufenen Geschäftsjahr reduzierte sich der freie Cashflow-Verlust auf rund 69 Millionen CAD.

Die politische Lage in den USA sorgt für Bewegung. Die US-Regierung stufte Cannabis von Anhang I auf Anhang III herab. Diese Neuklassifizierung könnte den Weg für Marken wie Jetty oder Wana Wellness ebnen. Canopy Growth hält an diesen Beteiligungen fest und hofft auf einen leichteren Marktzugang.

Schwache Kursentwicklung

An der Börse spiegelt sich dieser Optimismus bisher kaum wider. Die Aktie notiert aktuell bei 0,84 Euro und verlor seit Jahresbeginn fast 19 Prozent. Damit bleibt das Papier deutlich unter seinem 200-Tage-Durchschnitt von 1,02 Euro.

Der Relative-Stärke-Index (RSI) von 38,1 deutet immerhin auf eine erste Stabilisierung hin. Die Umsetzung der MTL-Synergien bleibt die zentrale Messgröße für den Erfolg des Umbaus. Innerhalb der nächsten 18 Monate müssen die versprochenen Einsparungen in der Bilanz sichtbar werden.