Sechs Analysten bewerten den kanadischen Cannabis-Konzern Canopy Growth aktuell mit „Halten“. Die Spannweite reicht von einer Verkaufs- bis zu zwei Kaufempfehlungen. Kein starkes Signal in eine Richtung.

Der Grund für die Zurückhaltung: Die jüngsten Quartalszahlen enttäuschten. Canopy Growth erlöste 51,22 Millionen Dollar – rund zwei Millionen weniger als erwartet. Noch deutlicher fiel die Lücke beim Gewinn aus. Statt der prognostizierten -0,06 Dollar je Aktie standen -0,17 Dollar in den Büchern.

Der Markt reagiert mit verhaltener Skepsis. Die Aktie notiert bei 0,85 Euro. Das sind 57,7 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 2,00 Euro, aber immerhin 12,8 Prozent über dem Jahrestief. Der 14-Tage-RSI liegt bei 39,9 – die Aktie steckt in einer Konsolidierungsphase fest.

Rückschlag für die ganze Branche

Canopy Growth kämpft nicht allein. Der gesamte legale Cannabis-Markt in den USA schrumpfte. 2025 fielen die Einzelhandelsumsätze um 3,3 Prozent auf 29,1 Milliarden Dollar. Der erste Rückgang seit 2014. Auch die Beschäftigung gab nach: Rund 412.500 Jobs zählte die Branche Anfang 2026 – ein Minus von 2,9 Prozent.

Die Neuklassifizierung von Cannabis zu Schedule III, im April 2026 unterzeichnet, brachte keine schnelle Erleichterung. Das regulatorische Umfeld bleibt komplex. Hinzu kommt Streit um aktuelle Anhörungen zum Erwachsenenkonsum. Branchenvertreter berichten von Ausschluss aus Gesprächen. Die Unsicherheit wächst.

Die Volatilität der Canopy-Aktie ist hoch. Auf 30 Tage annualisiert liegt sie bei über 39 Prozent. Die fundamentale Trendwende im US-Markt ist noch nicht in Sicht. Ob die Aktie auf dem aktuellen Niveau einen Boden findet, hängt auch davon ab, ob sich die regulatorischen Rahmenbedingungen endlich klären.