SGL Carbon meldet für das erste Quartal 2026 einen deutlichen Umsatzrückgang. Dennoch schafft das Unternehmen den Sprung zurück in die Gewinnzone. Eine millionenschwere Einmalzahlung glättet die Bilanz.
Sondereffekt stützt das operative Ergebnis
Der Konzernumsatz sank zwischen Januar und März auf 184,5 Millionen Euro. Das entspricht einem Minus von rund 21 Prozent. Der Rückgang hat zwei wesentliche Gründe.
Einerseits verzichtet SGL Carbon im Zuge der Restrukturierung bewusst auf unrentable Geschäfte mit Carbonfasern. Andererseits leiden die Graphite-Spezialisten unter einer schwachen Nachfrage aus der Halbleiterindustrie. Kunden bauen dort aktuell noch hohe Lagerbestände ab.
Das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) erreichte 29,6 Millionen Euro. Darin enthalten ist eine Ausgleichszahlung von 7,7 Millionen Euro. Ein Kunde aus dem Halbleiterbereich zahlte diese Summe für die Anpassung eines Liefervertrages.
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Ohne diesen Sondereffekt wäre das Ergebnis deutlich schwächer ausgefallen. Es fehlten vor allem margenstarke Aufträge in der Prozesstechnologie. Die Börse bewertet die Entwicklung dennoch positiv.
Die Aktie notiert aktuell bei 4,64 Euro. Damit liegt das Papier nur knapp unter seinem 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresbeginn summiert sich das Kursplus auf gut 47 Prozent.
Rückkehr in die Gewinnzone
Unterm Strich steht ein Gewinn von 5,9 Millionen Euro. Im Vorjahr verbuchte das Unternehmen noch einen Verlust von 6,1 Millionen Euro. Parallel dazu stieg der freie Cashflow um 25,5 Prozent.
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Die Bilanz bleibt solide. Die Eigenkapitalquote liegt bei 39,5 Prozent. Die Verschuldung verharrt derweil auf einem niedrigen Niveau.
In der Sparte Fiber Composites greifen die Sparmaßnahmen. Trotz weniger Volumen verbesserte sich die Profitabilität. Dazu trugen auch positive Erträge aus dem Joint Venture mit Brembo bei.
Ausblick auf das Gesamtjahr
Für das Gesamtjahr 2026 bestätigt das Management die Prognose. Der Umsatz soll zwischen 720 und 770 Millionen Euro liegen. Beim bereinigten EBITDA peilt der Vorstand einen Wert von bis zu 130 Millionen Euro an.
Bis zum Jahr 2030 will SGL Carbon die Milliardenmarke beim Umsatz knacken. Die angestrebte EBITDA-Marge liegt dann dauerhaft zwischen 15 und 18 Prozent. Ein wichtiger Impulsgeber bleibt die erwartete Erholung der Halbleiterbranche im zweiten Halbjahr.
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