Charles Hoskinson nimmt eine Auszeit und warnt vor einer Welle von Projektpleiten. Während der Cardano-Gründer den Rückzug antritt, bricht der hauseigene ADA-Token auf ein Fünfjahrestief ein. Starke Netzwerkaktivität trifft auf panische Verkäufe — bei dem einstigen Krypto-Liebling klaffen Realität und Stimmung massiv auseinander.
Der Preisverfall der vergangenen Tage spricht eine deutliche Sprache. ADA stürzte innerhalb einer Woche um fast 30 Prozent ab und notiert aktuell bei rund 0,16 US-Dollar. Damit bewegt sich der Coin gefährlich nah an seinem erst kürzlich markierten 52-Wochen-Tief. Ein Relative-Stärke-Index von 19,1 signalisiert einen massiv überverkauften Markt.
Welle von Projektpleiten
Die Ursache für den Preisverfall liegt tief im Netzwerk selbst. Die Analyseplattform TapTools stellt in wenigen Tagen den Betrieb ein, nachdem das Projekt seine technische Führungsebene verloren hat. Der Schritt folgt auf das endgültige Aus des größten Cardano-NFT-Marktplatzes JPG.Store Ende Mai.
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Parallel dazu eskaliert ein interner Konflikt um die Finanzierung. Die Governance-Community lehnte kürzlich die Gelder für den Cardano Summit 2026 ab, woraufhin die Stiftung die Jahreskonferenz komplett absagte. Ein weiterer millionenschwerer Antrag für das Forschungsbudget stößt derzeit auf massiven Widerstand. Kein Wunder, dass Anleger nervös reagieren, wenn selbst Gründer Hoskinson für die zweite Jahreshälfte ein massenhaftes Scheitern von DeFi-Projekten prognostiziert.
Wale kaufen den Dip
Trotz der düsteren Aussichten zeichnet die On-Chain-Aktivität ein völlig anderes Bild. Die täglichen aktiven Adressen kletterten zuletzt auf den höchsten Stand seit vier Monaten. Nutzer bewegen massiv Kapital, prüfen Positionen oder interagieren mit dem Netzwerk.
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Währenddessen nutzen Großinvestoren die niedrigen Kurse. Sogenannte Wale haben in den vergangenen sechs Monaten hunderte Millionen Token akkumuliert. Diese Investorengruppe kontrolliert mittlerweile rund 67 Prozent des gesamten Umlaufangebots.
Technischer Meilenstein im Juni
Inmitten der Krise rückt ein entscheidendes technisches Upgrade näher. Am 23. Juni 2026 startet das Leios-Testnet, das den Transaktionsdurchsatz durch einen neuen Konsensmechanismus um das bis zu 65-Fache steigern soll. Dieser Vorschlag passierte die ansonsten blockierte Governance-Abstimmung mit einer satten Mehrheit von 84 Prozent.
Ein weiteres Datum rückt in den Fokus der Krypto-Märkte. Nach der Einführung von ADA-Futures im Februar endet am 9. August 2026 eine obligatorische Handelsperiode. Ab diesem Stichtag kann die US-Börsenaufsicht SEC über die ausstehenden Spot-ETF-Anträge von Grayscale und anderen Anbietern entscheiden.
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