Cardinal Health hat sein viertes Quartal des Geschäftsjahres 2026 mit einem kräftigen Gewinnsprung abgeschlossen — und legt gleich nach: Der Vorstand hat eine Aufstockung des Aktienrückkaufprogramms um 5 Milliarden Dollar beschlossen. Damit steigt die Gesamtermächtigung auf 6,4 Milliarden Dollar. Für den Pharma-Großhändler ist das ein deutliches Signal an die Aktionäre, während zugleich ein optimistischer Ausblick auf das neue Geschäftsjahr steht.

Gewinn springt, alle Segmente liefern

Der Nettogewinn kletterte im vierten Quartal um 67 Prozent auf 398 Millionen Dollar, der Gewinn je Aktie stieg auf 1,70 Dollar nach 1,00 Dollar im Vorjahr. Der Umsatz wuchs um 5,8 Prozent auf 63,672 Milliarden Dollar. Bereinigt verdiente das Unternehmen 682 Millionen Dollar beziehungsweise 2,91 Dollar je Aktie — ein Teil davon, rund 100 Millionen Dollar, resultierte aus einer einmaligen Rückerstattung im Rahmen der IEEPA-Zollregelung im Segment Global Medical Products and Distribution.

CEO Jason Hollar betonte, dass alle fünf operativen Segmente ihren Gewinn zweistellig steigern konnten — noch vor Berücksichtigung der Zollrückerstattungen. Das Kerngeschäft mit Pharmazeutika und Spezialprodukten wuchs im Quartal um 6 Prozent auf 58,8 Milliarden Dollar Umsatz, der Segmentgewinn zog um 21 Prozent an. Das kleinere Medizinprodukte-Segment verzeichnete dagegen einen leichten Umsatzrückgang, konnte den Gewinn aber dank der Zollrückerstattung deutlich steigern.

Ausblick auf 2027 über der langfristigen Zielspanne

Für das Geschäftsjahr 2027 rechnet Cardinal Health mit einem bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 12,40 und 12,60 Dollar — ein Plus von 13 bis 15 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 11,26 Dollar. Diese Spanne liegt über der eigenen langfristigen Zielmarke des Unternehmens. Die Prognose berücksichtigt bereits die jüngst abgeschlossene Übernahme von Strive Medical sowie die angekündigte Akquisition des Diabetes-Health-Geschäfts von AdaptHealth.

Für das Pharma-Segment erwartet der Konzern ein Umsatzwachstum von 3 bis 5 Prozent bei einem Gewinnanstieg von 8 bis 11 Prozent. Das Medizinprodukte-Segment soll zwischen 200 und 220 Millionen Dollar Segmentgewinn erzielen.

Neben dem aufgestockten Rückkaufprogramm bestätigte der Vorstand die reguläre Quartalsdividende von 0,5158 Dollar je Aktie, zahlbar am 15. Oktober an Aktionäre, die am 1. Oktober im Bestand geführt sind. Zusätzlich vereinfachte das Unternehmen seine Kreditstruktur: Drei bestehende Kreditlinien wurden durch eine neue revolvierende Fazilität über 4 Milliarden Dollar ersetzt. Mit dem breit angelegten Rückkauf und der bestätigten Dividende signalisiert das Management Zuversicht in die eigene Cashflow-Stärke für das kommende Geschäftsjahr.