Die Halbjahreszahlen sind schwach — das weiß auch das Management. Was Carl Zeiss Meditec dennoch zuversichtlich stimmt, ist der Auftragsbestand. Er hat sich sequenziell verbessert und soll das Fundament für eine deutliche Erholung in der zweiten Jahreshälfte legen.
Umsatz bricht ein, Aufträge stabilisieren sich
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025/26 sanken die Erlöse um 5,7 Prozent auf 991 Millionen Euro. Das Bild ist regional gespalten: Während EMEA währungsbereinigt um 5,6 Prozent zulegte, belasteten schwache Investitionsbereitschaft bei US-Arztpraxen und lokaler Wettbewerb in China die Regionen Americas und APAC spürbar.
Der Auftragsbestand kletterte zum Ende des zweiten Quartals auf 435 Millionen Euro — nach 405 Millionen Euro zum Quartalsende zuvor. Das Management wertet dies als Signal verbesserter Planbarkeit für die kommenden Monate.
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Ambitioniertes Ziel für die zweite Jahreshälfte
Für das zweite Halbjahr peilt das Unternehmen einen Umsatz zwischen 1,16 und 1,21 Milliarden Euro an. Das wäre ein Sprung von rund 17 bis 22 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr. Treiber soll vor allem die Sparte Mikroschirurgie sein, die im zweiten Quartal bereits ein währungsbereinigtes Segmentwachstum von 4,2 Prozent verzeichnete. Beschleunigte Auslieferungen chirurgischer Mikroskope sollen diesen Trend fortschreiben — vorausgesetzt, die Belastungen durch Dollar und Renminbi lassen nach.
Für das Gesamtjahr bleibt das Ziel eine bereinigte EBITA-Marge von 8 bis 10 Prozent. Hohe Rechts- und Restrukturierungskosten sowie ein ungünstiger Produktmix drücken aktuell auf die Profitabilität.
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Aktie weit unter Vorjahresniveau
An der Börse spiegelt sich die Unsicherheit deutlich wider. Die Aktie schloss am Freitag bei 25,18 Euro — ein Minus von knapp 59 Prozent gegenüber dem Vorjahreskurs. Goldman Sachs und Barclays hatten ihre Kursziele zuletzt moderat gesenkt, halten aber beide an ihrer neutralen Einstufung fest. Der Analystenkonsens sieht das durchschnittliche Zwölf-Monats-Kursziel bei 28,49 Euro, wobei die Schätzungen angesichts der Unsicherheiten in den USA und China erheblich streuen.
Ob der angekündigte Auslieferungsschub im dritten Quartal tatsächlich eintritt, wird die entscheidende Probe für die ambitionierte Halbjahresprognose sein. Die nächsten Quartalsdaten dürften rasch Klarheit bringen.
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