Die Aktie von Carl Zeiss Meditec erlebt einen dramatischen Ausverkauf. Am Dienstag stürzte der Titel um fünf Prozent ab und markierte im Tagestief bei 35,50 Euro den niedrigsten Stand seit Februar 2017. Die ehemals so beliebte MDAX-Aktie hat damit auch die jüngste Stabilisierung an der psychologisch wichtigen 40-Euro-Marke aufgegeben.

Auslöser für den Kurseinbruch ist eine deutliche Herabstufung durch Goldman Sachs. Die US-Investmentbank streicht die Kaufempfehlung für den Medizintechnik-Spezialisten und stuft die Aktie von „Buy“ auf „Neutral“ zurück. Gleichzeitig senkt Analyst Richard Felton das Kursziel drastisch von 54 auf 42 Euro.

Trübe Aussichten für das erste Quartal

Doch was steckt hinter dieser pessimistischen Einschätzung? Goldman Sachs rechnet mit einem schwachen Auftakt ins laufende Geschäftsjahr. Felton trimmt seine Prognose für das operative Ergebnis 2026 nach unten – sie liegt nun etwa zwei Prozent unter dem Marktkonsens. Die Jenaer dürften im ersten Quartal enttäuschen.

Die Bewertung der Aktie bewegt sich zwar historisch betrachtet am unteren Ende der Spanne. Doch die Analysten sehen darin keinen Widerspruch: Das niedrigere Bewertungsniveau passe zum verlangsamten Wachstumstempo des Unternehmens, so die Begründung.

Bären fest im Sattel

Der Titel ist damit klar im Abwärtstrend. Seit dem Hoch über 80 Euro im 52-Wochen-Zeitraum hat die Aktie massiv an Wert verloren. Die Bären haben das Zepter fest in der Hand – und ein Ende der Talfahrt ist derzeit nicht in Sicht. Anleger, die auf eine schnelle Erholung gehofft hatten, wurden vorerst enttäuscht.