Carl Zeiss Meditec verschärft den Sparkurs. Nach einem schwachen Halbjahr rückt nun ein weltweiter Stellenabbau ins Zentrum des Programms ProfitUp. Bis zu 1.000 Arbeitsplätze könnten wegfallen, um die Profitabilität wieder auf Kurs zu bringen.
Das Ziel ist ehrgeizig: mehr als 200 Millionen Euro jährliche Ergebnisverbesserung bis 2028/29. Der Markt schaut deshalb nicht nur auf die Sparsumme, sondern vor allem auf die Umsetzung. Denn der Umbau kommt in einer Phase, in der wichtige Absatzmärkte schwächeln.
ProfitUp wird zum Härtetest
Der geplante Umbau kostet zunächst Geld. Carl Zeiss Meditec rechnet mit Einmalaufwendungen von bis zu 150 Millionen Euro. Neben dem Stellenabbau sollen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in kosteneffizientere Länder verlagert werden.
Auch das Produktportfolio steht auf dem Prüfstand. Lieferketten sollen schlanker werden. Der Konzern versucht damit, mehrere Belastungen gleichzeitig zu adressieren: zu hohe Kosten, schwächere Nachfrage und Druck auf die Margen.
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Das ist kein kleiner Eingriff. ProfitUp greift tief in Struktur, Entwicklung und operative Abläufe ein. Genau deshalb dürfte die Börse erst dann Vertrauen fassen, wenn aus den angekündigten Maßnahmen messbare Ergebnisbeiträge werden.
Halbjahr zeigt den Problemdruck
Im ersten Halbjahr 2025/26 sank der Umsatz um 5,7 Prozent auf 991 Millionen Euro. Währungsbereinigt fiel der Rückgang geringer aus, der Trend blieb aber negativ. Vor allem das Ergebnis zeigte, wie stark die Marge unter Druck steht.
Der eigentliche Schlag lag im operativen Gewinn. Das bereinigte EBITA fiel auf 60,5 Millionen Euro, nach 112,6 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Die bereinigte Marge rutschte auf 6,1 Prozent ab.
Belastend wirkten negative Währungseffekte, insbesondere beim US-Dollar und beim chinesischen Yuan. In China drückten regulatorische Änderungen auf den Absatz von Intraokularlinsen. In den USA kam eine Investitionszurückhaltung hinzu, die das Geschäft zusätzlich bremste.
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Prognose runter, Aktie nervös
Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Carl Zeiss Meditec nun einen Umsatz zwischen 2,15 und 2,20 Milliarden Euro. Zuvor hatte der Konzern rund 2,3 Milliarden Euro angepeilt. Die Korrektur zeigt, dass das schwache Halbjahr nicht als reine Delle abgehakt wird.
Bei der bereinigten EBITA-Marge peilt das Management für das Gesamtjahr 8 bis 10 Prozent an. Mittelfristig bleibt das Ziel einer Rückkehr in Richtung 15 Prozent bestehen. Der Weg dorthin führt nun klar über Kostenkontrolle.
Die Aktie notiert am Montag bei 25,26 Euro, ein Tagesplus von 0,32 Prozent; seit Jahresanfang steht dennoch ein Minus von 35,99 Prozent. Der Kurs zeigt damit weiter Skepsis gegenüber Tempo und Wirkung des Sparprogramms.
Die nächsten konkreten Prüfsteine sind die saisonale Belebung in China im Sommer und erste Effizienzbeiträge im Microsurgery-Segment. Wenn dort Fortschritte sichtbar werden, bekommt ProfitUp operative Substanz. Bleibt der Absatz schwach, dürfte der Konzern vor allem damit beschäftigt sein, die gesenkte Prognose abzusichern.
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